Oyoyo ist der erste Film, den Chetna Vora, eine Filmstudentin aus Indien, an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg gemacht hat. Sie filmt ihr eigenes Umfeld. In dem einzigartigen Querschnitt sprechen Studierende aus Chile, Guinea-Bissau, der Mongolei, Kuba und Bulgarien über ihre Entscheidung, in der DDR zu studieren, und über ihre mit dem dortigen Leben verbundenen Herausforderungen. Der Film wurde komplett im studentischen Wohnheim gedreht. Die präzise Kameraführung der Regisseurin und ihre Fähigkeit, eine natürliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich intime und offene Gespräche über Liebe, Sehnsüchte und Zukunftsträume ihrer Protagonist*innen organisch entfalten konnten, verleihen dem Film seine besondere Qualität. Es ist ein Blick, der von innen kommt. Die Interviewszenen alternieren mit Musik von Silvio Rodríguez (Kuba) und Nara Leão (Brasilien) sowie mit Liedern in kapverdischem Kreol. Die Originalkopie des Films ist etwas länger, hat aber über die Jahre teilweise Schaden genommen. Die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf stellt eine Arbeitskopie zur Verfügung. Das Original wird mit Mitteln des Förderprogramms Filmerbe (FFE) digitalisiert.
von Chetna Vora Deutsche Demokratische Republik 1980 Deutsch 47’ Schwarz-Weiß Dokumentarische Form

Stab

Regie Chetna Vora
Kamera Lars Barthel
Montage Petra Heymann
Ton Volker Werner
Produzent*in Jama Haji Adan

Produktion

Hochschule für Film und Fernsehen der DDR

Zusatzinformationen

Arbeitskopie der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Chetna Vora

Geboren 1958 in Palitana in Gujarat, Indien. Sie studierte von 1976 bis 1982 an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg Regie. Oyoyo ist ihre Diplomarbeit. 1983 zog Chetna Vora mit ihrem Lebenspartner, dem Filmemacher Lars Barthel, und der gemeinsamen Tochter Neelesha Barthel nach Indien. Chetna Vora starb 1987.

Filmografie

1980 Oyoyo; 65 Min. 1982 Frauen in Berlin; 139 Min.

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2023