Mary Hollister hat zwei Verehrer. Anders als ihre Mutter und Großmutter möchte sie nicht in die Ehe stolpern, sondern ihren Ehemann mit Bedacht auswählen. Sie verabredet sich deshalb mit den beiden jungen Männern und einem befreundeten Paar zu einem Camping-Urlaub als ‚Ehe auf Probe‘. Der unkonventionelle Plan stößt in ihrer Familie auf entschiedene Ablehnung. Doch Mary setzt sich über alle Verbote hinweg und löst damit in der Ehe ihrer Eltern eine ernste Krise aus … Wilde Partys, schnelle Autos! Gesegnet mit allen Insignien der Jugendkultur, beginnt Wine of Youth als rauschhafte Feier des Jazz-Zeitalters, dessen Adepten keine moralischen Fesseln zu kennen scheinen. Aber so wie der Film Mary ein hohes Maß Verantwortung beimisst, zeigt er auch, dass nicht alle, die sich eher bei Polka und Walzer verlieben, unrettbar verknöcherte Tyrann*innen und Heuchler*innen sind. Frei von allen Flapper-Allüren, erwies sich Eleanor Boardman, die später in The Crowd den Inbegriff einer modernen Ehefrau verkörperte, für King Vidors Generationendrama als Idealbesetzung einer jungen Frau mit Forschergeist und Freiheitsdrang. Sie revanchierte sich für die Wahl, indem sie den Regisseur 1926 heiratete.
von King Vidor
mit Eleanor Boardman, James Morrison, Johnnie Walker, Niles Welch, Creighton Hale, Ben Lyon, William Haines, William Collier Jr., Pauline Garon, Eulalie Jensen
USA 1924 englische Zwischentitel 72’ Schwarz-Weiß

Mit

  • Eleanor Boardman
  • James Morrison
  • Johnnie Walker
  • Niles Welch
  • Creighton Hale
  • Ben Lyon
  • William Haines
  • William Collier Jr.
  • Pauline Garon
  • Eulalie Jensen

Stab

Regie King Vidor
Buch Carey Wilson
Story Rachel Crothers Mary the Third: a Comedy in Prologue and Three Acts (1923)
Ausstattung Charles L. Cadwallader
Regieassistenz David Howard
Produzent*innen King Vidor, Louis B. Mayer

Produktion

Metro-Goldwyn Pictures Corp.

Zusatzinformationen

Kopie: From the collection of the George Eastman Museum, Rochester, NY

King Vidor

King Vidor wurde 1894 in Galveston, Texas geboren und starb 1982 in Paso Robles, Kalifornien. Ab 1913 Arbeit im lokalen Nickelodeon als Filmvorführer; als Jugendlicher erste Aktualitätenfilme; 1919 erster abendfüllender Spielfilm. 1925 Durchbruch mit dem pazifistischen Kriegsfilm The Big Parade. Vidor wird zum erfolgreichen Stummfilmregisseur mit humanistischer Vision und bleibt seinem Interesse an sozialen Fragen und technischer Innovation beim Wechsel zum Tonfilm treu. Bis 1959 dreht er 54 Spielfilme verschiedenster Genres: Western, Melodrama, Kostümfilm, Komödie und sogar einen Antikfilm.

Filmografie (Auswahl)

1919 The Turn in the Road; Lost film 1925 The Big Parade (Die große Parade) 1928 The Crowd (Ein Mensch der Masse) 1929 Hallelujah 1934 Our Daily Bread (Der letzte Alarm) 1938 The Citadel 1940 Northwest Passage (Nordwest-Passage) 1947 Duel in the Sun (Duell in der Sonne) 1949 The Fountainhead (Ein Mann wie Sprengstoff) 1956 War and Peace (Krieg und Frieden) 1959 Solomon and Sheba (Salomon und die Königin von Saba)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2020