Chemi bednieri ojakhi

My Happy Family
Manana reißt die Fenster in ihrer neuen Wohnung auf und wird sie nicht mehr schließen. Entfernter Straßenlärm, fröhliches Vogelgezwitscher und sanfte Windgeräusche bilden den Klang ihres neuen Lebens. Die 52-Jährige hat ihre Familie verlassen. Ohne Begründung. Ohne Streitereien. Tatsächlich scheint es keine konkreten Gründe für ihren Auszug zu geben. Wird sie nach dem Warum gefragt, schweigt sie und gibt die Frage zurück. Es ist eher das Gefüge der Familie an sich, dem sich Manana entziehen will. Die Rollen, die man zu spielen hat, die Funktionen, die man übernimmt, damit der Betrieb läuft, die aber auch dazu führen, dass man selbst untergeht oder übersehen wird. Nun sitzt Manana am offenen Fenster, spielt Gitarre und singt georgische Lieder. Deren melancholischer Rhythmus fließt in den Film ein. Wann immer ihre Wege sie in die alte Familienwohnung führen, scheint alles beim Alten zu sein, die Großmutter backt Huhn, der Großvater denkt über den Tod nach, die erwachsenen Kinder warten darauf, dass ihr Leben endlich losgeht, ihr Ehemann Soso raucht Kette, und der Kleiderschrank quietscht nach wie vor.
von Nana & Simon (Regie), Nana Ekvtimishvili (Buch)
mit Ia Shugliashvili, Merab Ninidze, Berta Khapava, Tsisia Qumsishvili, Giorgi Khurtsilava, Giorgi Tabidze, Goven Cheishvili, Dimitri Oragvelidze
Deutschland / Georgien / Frankreich 2017 Georgisch 120' Farbe

Mit

  • Ia Shugliashvili (Manana)
  • Merab Ninidze (Soso)
  • Berta Khapava (Lamara)
  • Tsisia Qumsishvili (Nino)
  • Giorgi Khurtsilava (Vakho)
  • Giorgi Tabidze (Lasha)
  • Goven Cheishvili (Otar)
  • Dimitri Oragvelidze (Rezo)

Stab

Regie Nana & Simon
Buch Nana Ekvtimishvili
Kamera Tudor Vladimir Panduru
Montage Stefan Stabenow
Sound Design Paata Godziashvili
Ton Andreas Hildebrandt
Production Design Kote Japharidze
Produzentinnen und Produzenten Jonas Katzenstein Augenschein Filmproduktion, Maximilian Leo Augenschein Filmproduktion, Simon Groß Polare Film, Nana Ekvtimishvili Polare Film, Guillaume de Seille Arizona Film

Weltvertrieb

Memento Films

Paris, Frankreich

Produktion

Augenschein Filmproduktion

Köln, Deutschland

Polare Film

Tiflis, Georgien

Arizona Productions

Paris, Frankreich

Zusatzinformationen

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Elisé Sawasawa

Der 1994 in der Demokratischen Republik Kongo geborene Regisseur brachte sich das Filmemachen selbst bei. Bisher realisierte er einen mittellangen und fünf kurze Dokumentarfilme. Sein letzter Kurzfilm wurde 2023 auf dem JCC Carthage Filmfestival in Tunis gezeigt. Trop c’est trop ist sein erster Langfilm.  

Filmografie (Filmografie)

2019 Entreprise de consommation (Consumer Company); Kurz-Dokumentarfilm 2020 Mon expression (My Expression); Kurz-Dokumentarfilm 2021 Le reste (The Rest); Kurz-Dokumentarfilm · Les abeilles en mode SOS (Bees in SOS Mode); Kurz-Dokumentarfilm 2023 Le scieur (The Sawer); Kurz-Dokumentarfilm 2026 Trop c’est trop (Enough Is Enough); Dokumentarfilm, Berlinale 2026

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026

Sarmad Sultan Khoosat

Der Filmemacher ist ein wichtiger Vertreter des zeitgenössischen südasiatischen Kinos. Sein Film Circus of Life und der von ihm produzierte Joyland waren Pakistans Einreichungen für die Oscars. Joyland wurde darüber hinaus mit dem Jurypreis der Reihe Un Certain Regard in Cannes ausgezeichnet, Kamli feierte seine Premiere beim International Film Festival Rotterdam. Khoosats Arbeiten zeichnen sich durch eine furchtlose, feinfühlige Auseinandersetzung mit emotionalen und gesellschaftlichen Spannungszuständen aus. Für seine Verdienste wurde er mit dem pakistanischen Ehrenpreis Pride of Performance ausgezeichnet.

Filmografie (Filmografie)

2015 Manto 2019 Zindagi Tamasha (Circus of Life) 2022 Kamli 2026 Lali; Berlinale 2026

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026