Eoddeon gaien nal

The Day After
Mit beinahe 40 Jahren steckt die Schriftstellerin Bo-Young in einer Lebenskrise. Ihr beruflicher Werdegang ist durch eine Schreibblockade gefährdet. Sie ist geschieden, und ihr Ex-Mann heiratet eine andere. Auch ihre Tochter muss sich mit den depressiven Zuständen der Mutter auseinandersetzen. Als Bo-Young einen Wochenend-Workshop in der Provinz leitet, teilt sie sich ein Hotelzimmer mit einer Frau, die ähnliche Probleme aus dem eigenen Leben kennt. In einer Nacht voller Alkohol und Zigaretten konfrontiert sie Bo-Young mit deren verdrängten und unausgesprochenen Nöten und löst schließlich Veränderungen in ihrem Leben aus. Erstaunlich scharf zeichnet der Film das Bild einer Frau, die sich in der Blüte ihres Lebens befinden könnte, stattdessen jedoch in eine Midlife-Crisis taumelt. In präzisen Dialogen gelingt es Regiedebütantin Lee Suk-Gyung wie beiläufig, die inneren Zustände der Protagonistin offenzulegen. Ihre Wucht entfaltet die Handlung schließlich in einer Sequenz, welche die Hälfte der Erzählzeit einnimmt und dabei lediglich in einem einzigen Raum, dem Hotelzimmer, angesiedelt ist. Anhand seiner Protagonistin reflektiert The Day After schonungslos soziale Masken sowie gesellschaftliche Zwänge und Tabus der heutigen koreanischen Gesellschaft.
von Lee Suk-Gyung
mit Kim Bo-Young, Chi Cheong-Nam
Republik Korea 2009 88’

Weltvertrieb

CJ Entertainment

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