Paris Calligrammes

Topografisch ist Ulrike Ottingers Kino meistens zwischen Berlin und entlegenen Orten in Fernost oder im hohen Norden angesiedelt. Mit Paris Calligrammes erkundet sie die Landschaft ihrer Erinnerungen an jene Stadt, die sie 20 Jahre lang ihre Heimat nannte und die ihre Anfänge als Malerin und Filmemacherin mitprägte. Ottinger zog in ihren Zwanzigern nach Paris und tauchte dort in die Kulturszene der 1950er-Jahre ein, die von Avantgarde-Helden und einer neuen Generation von Künstler*innen und Intellektuellen bevölkert war. Zwischen Buchhandlungen, Konzertsälen, Theatern, Kinos, Museen und Cafés präsentiert Ottinger ihr persönliches Pantheon und kartiert dabei zugleich eine entscheidende Ära sowohl in der Kunst, in der Dada und Surrealismus Situationisten und Pop-Art Platz machten, als auch in der Politik, wo zwischen Nachkriegshoffnungen, Algerienkonflikt und 68er-Bewegung vieles auszutragen war. Trotzdem bleibt der Film eine intime Annäherung, die ein überreiches und emotionsgeladenes Repertoire an Filmszenen, Meldungen, Fotos und Liedern mit der gleichen liebevollen Sorgfalt zusammenfügt, mit der man früher Zeitungsausschnitte und Fotos in ein Tagebuch klebte, um drum herum zu schreiben.
von Ulrike Ottinger Deutschland / Frankreich 2019 Deutsch,  Französisch,  Englisch,  Untertitel: Englisch,  Deutsch 129’ Farbe & Schwarz-Weiß, 2K DCP Weltpremiere Dokumentarische Form

Stab

Regie, BuchUlrike Ottinger
KameraUlrike Ottinger
MontageAnette Fleming
Sound DesignDetlef Schitto
TonTimothée Alazraki
Production DesignAurore Vullierme
HerstellungsleitungCorina Ziller, Claire Lion
Produzent*innenThomas Kufus, Kornelia Theune
Co-Produzent*innenPierre-Olivier Bardet, Gérald Collas
RedaktionUdo Bremer
Co-ProduktionIdéale Audience, Paris
INA - Institut national de l'audiovisuel, Paris
ZDF/3sat, Mainz

Produktion

zero one film

Berlin, Deutschland

+49 30 3906630

www.zeroone.de www.zeroone.de

Ulrike Ottinger

Geboren 1942 in Konstanz. Sie lebte von 1962 bis 1968 als Malerin und Fotografin in Paris, gründete 1969 in Konstanz den Filmklub Visuell, den sie bis 1972 leitete, sowie die Galerie und Edition galeriepress. Seit 1973 lebt Ulrike Ottinger in Berlin. Neben ihrer Filmarbeit inszeniert sie Opern- und Theaterstücke und ist mit Fotoausstellungen international präsent.

Filmografie (Auswahl)

1977 Madame X – Eine absolute Herrscherin (Madame X – An Absolute Ruler) 1979 Bildnis einer Trinkerin – Aller jamais retour (Ticket of No Return) 1981 Freak Orlando. Kleines Welttheater in fünf Episoden (Freak Orlando) 1984 Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse (Dorian Gray in the Mirror of the Yellow Press) 1985 China. Die Künste – Der Alltag (China. The Arts – The People) 1987 Usinimage; Kurzfilm 1989 Johanna d'Arc of Mongolia 1990 Countdown 1992 Taiga. Eine Reise ins nördliche Land der Mongolen (Taiga. A Journey to Northern Mongolia) 1997 Exil Shanghai (Exile Shanghai) 2002 Südostpassage (Southeast Passage) 2004 12 Stühle (12 Chairs) 2007 Prater 2008 Die Koreanische Hochzeitstruhe (The Korean Wedding Chest) 2011 Unter Schnee (Under Snow) 2016 Chamissos Schatten (Chamisso’s Shadow) 2019 Paris Calligrammes

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2020

Termine

Sa 22.02. 16:15

Haus der Berliner Festspiele

Verleihung Berlinale Kamera an Ulrike Ottinger und Filmgespräch | Audiodeskription via App GRETA

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So 23.02. 17:00

Thalia Programmkino (Potsdam)

Berlinale Goes Kiez

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Mo 24.02. 12:30

Cubix 6

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