Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Wettbewerb

Grâce à Dieu

By the Grace of God

Gelobt sei Gott

Eric Altmayer (Produzent), Aurélia Petit (Schauspielerin), Melvil Poupaud (Schauspieler), François Ozon (Regisseur, Drehbuchautor), Denis Ménochet (Schauspieler), Swann Arlaud (Schauspieler), Nicolas Altmayer (Produzent)

Moderation: Maria Giovanna Vagenas

Pressekonferenz in voller Länge
 
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Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages entdeckt er durch Zufall, dass der Priester, der ihn während seiner Zeit als Pfadfinder missbraucht hat, noch immer mit Jugendlichen arbeitet. Lange verdrängte Erinnerungen werden wach. Verstört und couragiert beschließt Alexandre, endlich gegen den Mann vorzugehen. Er sucht nach weiteren Opfern des in seinem Amt angesehenen Geistlichen und findet sie in François und Emmanuel. Doch jeder der drei Männer kämpft auf unterschiedliche Weise mit sich selbst. Und jeder muss mit den Schatten seiner Vergangenheit ringen, um die weitreichenden Konsequenzen dieses Prozesses zu verkraften. Die Gründung der Selbsthilfeorganisation „La Parole Libérée“ (Das befreite Wort) ist nur ein erster Schritt.
Basierend auf dem Fall von Pater Bernard Preynat, der 2016 wegen sexueller Übergriffe auf rund 70 Jungen angeklagt wurde, porträtiert François Ozon die Opfer als erwachsene Männer und zeigt ihre lebenslangen Verletzungen. Zugleich polemisiert der Film gegen das Schweigen der Kirche zur Pädophilie und fragt nach ihrer Mitschuld. Seit Januar 2019 muss sich diesbezüglich Kardinal Philippe Barbarin wegen „Nichtanzeige“ vor Gericht verantworten.

von
François Ozon

Frankreich 2019

Französisch

137’ · Farbe

Mit

Melvil Poupaud (Alexandre Guérin)
Denis Ménochet (François Debord)
Swann Arlaud (Emmanuel Thomassin)
Éric Caravaca (Gilles Perret)
François Marthouret (Kardinal Barbarin)
Bernard Verley (Bernard Preynat)
Martine Erhel (Régine Maire)
Josiane Balasko (Irène)
Hélène Vincent (Odile Debord)
François Chattot (Pierre Debord)
Frédéric Pierrot (Kapitän Courteau)
Aurélia Petit (Marie Guérin)
Julie Duclos (Aline Debord)
Jeanne Rosa (Dominique Perret)
Amélie Daure (Jennifer)

Stab

Regie, Buch
François Ozon
Kamera
Manu Dacosse
Montage
Laure Gardette
Musik
Evgueni Galperine, Sacha Galperine
Sound Design
Jean-Paul Hurier
Ton
Brigitte Taillandier, Benoît Gargonne, Jean-Paul Hurier
Production Design
Emmanuelle Duplay
Kostüm
Pascaline Chavanne
Maske
Natali Tabareau-Vieuille
Regieassistenz
Alain Olivieri
Casting
David Bertrand, Anaïs Duran
Production Manager
Aude Cathelin
Produzenten
Eric Altmayer, Nicolas Altmayer

Biografie

François Ozon

Der 1967 in Paris geborene Regisseur und Drehbuchautor zählt zu den renommiertesten Filmschaffenden seines Landes. Er studierte an der Filmhochschule La Fémis und wurde bereits viermal in den Wettbewerb der Berlinale eingeladen. Zu seinen erfolgreichsten Filmen zählt die Komödie 8 femmes, dessen Darstellerinnen-Ensemble 2002 den Silbernen Bären erhielt. 2012 gehörte er der Wettbewerbs-Jury an. Mit Charlotte Rampling, die dieses Jahr den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk erhält, realisierte er vier Filme; Sous le Sable und Swimming Pool sind im Filmprogramm der Hommage zu sehen.

Filmografie (Auswahl)

1998 Sitcom 1999 Les amants criminels (Ein kriminelles Paar) 2000 Gouttes d’eau sur pierres brûlantes (Tropfen auf heiße Steine) · Sous le sable (Unter dem Sand) 2002 8 femmes (8 Frauen) 2003 Swimming Pool 2004 5 x 2 (5 x 2 – Fünf mal zwei) 2005 Le temps qui reste (Die Zeit die bleibt) 2009 Ricky (Ricky – Wunder geschehen) · La refuge (Rückkehr ans Meer) 2010 Potiche (Das Schmuckstück) 2012 Dans la maison (In ihrem Haus) 2013 Jeune et Jolie (Jung & Schön) 2014 Une nouvelle amie (Eine neue Freundin) 2016 Frantz 2017 L'amant double (Der andere Liebhaber) 2019 Grâce à Dieu (Gelobt sei Gott)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2019

Produktion

Mandarin Production

Weltvertrieb

Playtime
www.playtime.group