Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Dark City

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Als John Murdoch eines Morgens aus unruhigen Träumen erwacht, findet er sich in einer Badewanne zu einem Prostituiertenmörder verwandelt. Vom Arzt Dr. Daniel P. Schreber vor ominösen »Fremden« gewarnt, begibt Murdoch sich auf die Flucht durch die nächtliche Stadt und auf die Suche nach seiner Erinnerung. Denn seiner Verbrechen entsinnt er sich ebenso wenig wie seiner Herkunft. Mit Hilfe seiner Frau und des gegen ihn ermittelnden Inspektors kommt Murdoch einem Komplott außerirdischer Invasoren auf die Spur: Um sich das Geheimnis der menschlichen Individualität anzueignen, haben sie die Stadt in ein »Schlaflabor« verwandelt, in dem sie Erinnerungen manipulieren und die Realität beliebig verändern … Die Welt als Wille und Filmzitat: Bravourös »morpht« Dark City den fantastischeren Teil der frühen deutschen Filmgeschichte, um das Setting eines Film Noir aus den 40er Jahren zu rekonstruieren. Motive aus Metropolis, Das Cabinet des Dr. Caligari und F. W. Murnaus Nosferatu fließen dabei ebenso übergangslos ineinander, wie es die menschlichen Identitäten tun, um »Schrecknisse völlig unbekannter Art« im Sinne des berühmten »Nervenkranken« Daniel Paul Schreber (1842–1911) heraufzubeschwören.

von
Alex Proyas

USA / Australien 1998

Englisch

100 Min · Farbe · 35 mm

Altersfreigabe FSK 16

Mit

Rufus Sewell
William Hurt
Kiefer Sutherland
Jennifer Connelly
Richard O‘Brien

Stab

Regie
Alex Proyas
Buch
Alex Proyas, Lem Dobbs, David S. Goyer, nach einer Idee von Alex Proyas
Kamera
Dariusz Wolski
Schnitt
Dov Hoenig
Musik
Trevor Jones
Ton
Ian McLoughlin, Roger Savage
Production Design
George Liddle, Patrick Tatopoulos
Spezialeffekte
David Pride, David Young
Art Director
Richard Hobbs, Michelle McGahey
Kostüm
Liz Keogh
Maske
Lesley Vanderwalt
Produzenten
Andrew Mason, Alex Proyas

Produktion

Dark City Productions, Ltd
USA

Kopie: Warner Bros. Pictures Germany, Hamburg