Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Hommage

Gangs of New York

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New York 1846. Der junge Amsterdam muss mit ansehen, wie sein Vater »Priest« Vallon, der in den Bandenkriegen des Armenviertels Five Points die Iren anführt, kaltblütig ermordet wird. 16 Jahre später ist er entschlossen, dafür an Bill »The Butcher« Rache zu nehmen. Als Amsterdams Versuch misslingt, unerkannt in dessen Bande von »Natives« aufgenommen zu werden, stellt er sich offen an die Spitze der Iren und facht die Kämpfe neu an … Gangs of New York ist der spektakulärste und aufwendigste Film in Michael Ballhaus’ Karriere. In mehr als sieben Monaten Drehzeit in den römischen Cinecittà-Studios entstanden, strahlt der Film mit seinen »altmeisterlichen« Chiaroscuro-Effekten adäquat die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts aus. Maßgeblichen Anteil an der vollendeten Hell-Dunkel-Malerei hat die Setzung natürlichen Lichts durch Kerzen, Fackeln und Feuer. Hochgradig modern hingegen sind das hochempfindliche Filmmaterial wie auch der Einsatz der Steadicam und das »fliegende Auge« der Cable Cam, die an einem Kabel über das Set hinweggleiten konnte. Ballhaus empfand Gangs of New York als die inhaltliche und formale Quintessenz seiner Arbeit. Der Film trug ihm die dritte Oscar-Nominierung ein.

USA / Italien 2002, 168 Min

von

Martin Scorsese

mit

Leonardo DiCaprio
Daniel Day-Lewis
Cameron Diaz
Jim Broadbent