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28.05.2014:
Die Berlinale trauert um Helma Sanders-Brahms

Die deutsche Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin Helma Sanders-Brahms ist nach langer Krankheit am 27. Mai 2014 gestorben. Sie gehört zu den wichtigsten VertreterInnen des deutschen Nachkriegskinos. Ihr filmisches Werk umfasst 16 Spielfilme und sieben Dokumentarfilme.

Allein im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin wurden acht ihrer Filme präsentiert: 1980 feierte der Spielfilm Deutschland, bleiche Mutter seine Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale. Inzwischen gilt er als Klassiker des Weltkinos und im Februar 2014 wurde die wiederhergestellte und digital restaurierte Originalfassung als eines der Highlights der Berlinale Classics wiederaufgeführt.

Außer Konkurrenz im Wettbewerb zeigte Helma Sanders-Brahms 1997 Mein Herz – niemandem. Zwischen 1982 und 2014 war sie außerdem mit Filmen bei der Berlinale im Forum, der Retrospektive sowie den Reihen Neue Deutsche Filme und German Cinema präsent.

Unter dem ehemaligen Festivaldirektor Moritz de Hadeln war sie zudem Mitglied der beratenden Auswahlkommission der Internationalen Filmfestspiele Berlin.

Helma Sanders-Brahms setzte sich in ihren Filmen mit politischen und sozialen Fragen auseinander. Die künstlerische Annährung an Themen des Feminismus und der weiblichen Emanzipation, der Gastarbeiter und der deutschen Geschichte prägen ihr Werk. Unter dem Pflaster liegt der Strand (1975) wurde zu einem der zentralen Filme über den gesellschaftlichen Aufbruch und die Emanzipationsbewegung nach 1968.

„Helma Sanders-Brahms war eine radikale und engagierte Filmemacherin, die das deutsche Kino nachhaltig geprägt hat. Helma war eine große Regisseurin“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.


Presseabteilung
28.05.2014

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