Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Yolanda and the Thief

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Als die junge und ebenso schöne wie naive Firmenerbin Yolanda im Gebet himmlischen Beistand in Geschäftsdingen erfleht, wird sie dabei von einem Ganoven belauscht. Am nächsten Morgen stellt sich „Mr. Brown“ als ihr Schutzengel vor. Zwar luchst er Yolanda Wertpapiere in Millionenhöhe ab, doch als er die Beute seinem Spießgesellen übergeben will, funkt ihm ein „Mr. Candle“ dazwischen … Mit goldenem Zierart und barocken Wandmalereien reich dekoriert, stellt das in einem südamerikanischen Phantasiestaat angesiedelte MGM-Musical seine „überirdische“ Künstlichkeit bewusst aus. Zwischen den „höllisch“ illuminierten Bühnenprospekten einer surrealen, 15 Minuten langen Albtraum-Tanzsequenz und dem bunten Treiben seines karnevalesken Finales sind in den schwungvollen Choreographien, in denen sich die „himmlische“ Liebesgeschichte von Yolanda und dem Dieb früh offenbart, nicht nur die Farben entfesselt: Stach in Sweethearts (1938) noch ein Fußboden in streng geordnetem Schachbrettmuster hervor, ist er hier in schwarzweißen Wellenlinien gestaltet, wodurch er räumliche Tiefe und in Verbindung mit den darüber bunt hinwegwirbelnden Tänzern geradezu psychedelische Wirkung entfaltet.

USA 1945, 108 Min

von

Vincente Minnelli

mit

Fred Astaire
Lucille Bremer
Frank Morgan