Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Singin’ in the Rain

Du sollst mein Glücksstern sein

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Als 1927 der erste Tonfilm, The Jazz Singer, ein Riesenerfolg wird, soll die nächste Produktion des Stummfilm-Traumpaars Don Lockwood und Lina Lamont gleichfalls als „Talkie“ entstehen. Doch Linas Stimme klingt fürchterlich. Darum soll Dons neue Liebe, das Chorus-Girl Kathy, sie synchronisieren. Als Lina davon erfährt, geht sie auf die Barrikaden … „If you must wear fox to the opera / dame fashion says dye it!“ Aus der Künstlichkeit seiner Farben – und ausgestellten Gefühle – macht das Musical kein Hehl. Beim Besuch eines leeren Studios enthüllt Don die Tricks der Traumfabrik, indem er Kathy seine Liebe vor einem gemalten Sonnenuntergang erklärt, dessen romantische Färbung durch Scheinwerfer in Lila, Rosa und Aprikot noch intensiviert wird. Geradezu avantgardistisch ist das 17-minütige „Broadway Ballet“, bei dem sich auf abstrakten Flächen in ebenjenen Farben Traumtänzer in Schwarz und Weiß bewegen. Als Rahmen für den schwarzweißen Film im Film entworfen, bildet das Ballett tatsächlich jedoch den Kern des farbigen Singspiels und fügt ihm eine neue Dimension hinzu. Mit seinen modernen, fluoreszierenden Tönen verhält es sich zum Rest des Films wie der „Talkie“ zum Stummfilm.

USA 1952, 99 Min

von

Gene Kelly, Stanley Donen

mit

Gene Kelly
Donald OʼConnor
Debbie Reynolds