Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Tsuruhachi Tsurujiro

Tsuruhachi and Tsurujiro

Tsuruhachi und Tsurujiro

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Tsurujiro ist ein Shinnai-Sänger, seine Partnerin Tsuruhachi begleitet ihn bei seinen Balladen auf dem Shamisen, einer dreisaitigen Laute. Tsurujiro ist in Tsuruhachi verliebt, und auch die schöne junge Frau ist dem leicht aufbrausenden Mann durchaus zugetan. Doch Stolz und die kleinen Streitereien des gemeinsamen Alltags bewirken, dass sie niemals wirklich zueinander finden. Nachdem Tsuruhachi einen generösen Verehrer geheiratet hat, trennt sich das Paar. Es kommt auch nicht wieder zusammen, als sich Tsuruhachis Ehemann dafür einsetzt … „In meinen Filmen geschieht sehr wenig, und sie enden ohne Ergebnis – wie das Leben.“ In Tsuruhachi Tsurujiro taucht der Regisseur Mikio Naruse die Stars Kazuo Hasegawa und Isuzu Yamada in strahlendes Licht, was dem Moll-Ton dieser melancholischen Liebesgeschichte aber nicht widerspricht. Begünstigt wird die Helligkeit durch die japanische Wohnungsarchitektur mit ihren weißen, verschiebbaren Wänden und die Auftritte des Duos im Rampenlicht, wobei die Zuschauersäle nicht verdunkelt sind. Bei Szenen im natürlichen Sommerlicht verleihen die vom Wasser eines Sees reflektierten Strahlen den Protagonisten eine Gloriole, wie man sie aus MGM-Filmen kennt.

Japan 1938, 88 Min

von

Mikio Naruse

mit

Kazuo Hasegawa
Misuzu Yamada
Kamatari Fujiwara