Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Gibel sensazii

Loss of the Sensation

Der Untergang der Sensation

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Halb Science fiction, halb Klassenkampf – Maschinen(alb)träume auf russisch. Vorsichtshalber wurde die brisante Handlung ‚ins Ausland’ verlegt. Der Ingenieur Jim Ripple erfindet mit Saxophon und Funk ferngesteuerte Roboter. Die Kapitalisten erkennen die darin liegende „Lösung des Proletenproblems“ und denken auch gleich an ein Heer emotionsloser Kampfmaschinen. Jims Bruder Jack ist Arbeiterführer und organisiert Streiks gegen die Roboter, die nur Arbeitslosigkeit produzieren würden. Die Maschinenmenschen werden auf die Streikenden gehetzt, doch die Arbeiter schlagen zurück …
Der Tscheche Karel Čapek erfand 1921 den Begriff Roboter. Ein paar Jahre nach Maschinenmensch Maria in METROPOLIS und noch bevor Hollywood Weltvernichtungsroboter aufmarschieren ließ, zeigte Meschrabpom 1935 die bedrohliche Maschinenarmee zwischen den Fronten des Klassenkampfes. Mit nie dagewesenem Aufwand inszenierte Aleksandr Andrijewski das immer wieder aktuelle Thema. Dabei benutzte er modernste Technik, sogar Fernsehübertragung. Die gewaltsame Schließung der Moskauer Filmfabrik verhinderte eine größere Verbreitung des Meisterwerks.

Filmkopie: Gosfilmofond, Moskau

UdSSR 1935, 90 Min

von

Aleksandr Andrijewski

mit

Sergej Wetscheslow
Wladimir Gardin
Marija Wolgina