Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Kulinarisches Kino

Meshi to Otome

Food And The Maiden

## ##
Es heißt, dass Buddha die Bedeutungslosigkeit der asketischen Lebensweise realisierte, als ein Dorfmädchen ihm eine Schüssel Milchreis anbot während er fastete. Buddha hinterließ interessante Worte zum Essen wie „Die meisten Leiden haben ihren Ursprung im Essen“. Essen ist Genuss. Zugleich ist es jedoch die größte Last des Lebens essen zu müssen, um leben zu können. FOOD AND THE MAIDEN ist die Geschichte dreier Paare und ihren jeweiligen Essproblemen.

Die junge SAORI ist Köchin einer Bar namens COO. Kochen ist ihre Leidenschaft. Der Stammgast KUJO probiert ihre Kochkünste kein einziges Mal. Saori entschließt sich, ihm eine Sandwich-Tüte mitzugeben, doch sie findet heraus, dass er alles einem Mönch auf der Straße gab. Sie weiß nicht, dass Kujo nur selbstzubereitete Gerichte isst. MIE ist eine bulimische Frau und lebt mit ihrem Freund KOHINATA zusammen, der mit nichts anderem als Essen beschäftigt ist. Sie erfährt, dass sie schwanger ist und fragt ihn, ob er das Baby haben möchte oder sie abtreiben soll. KOHINATA verspricht das Baby zu füttern. Seitdem ist er verschwunden. Mie erzählt den Freunden, sie habe ihn aufgegessen. Ein Mann mittleren Alters namens KONAKA hat Schwierigkeit mit seinem Geschäft. Er weiß nicht, ob er den großen Appetit seiner Frau SAKIE und seiner Teenagertochter YUMI weiterhin stillen kann. Er selbst hat seit Tagen nichts gegessen. Eines Nachts verliert er die Kontrolle und leert Yumis Brotdose für den nächsten Tag. Konaka versteckt sich in einem Pappkarton und wünscht sich mumifiziert zu sein, wie früher die buddhistischen Oberpriester.

Japan 2010, 75 Min

von

Minoru Kurimura

mit

Mayu Sakuma
Rie Tamaka
Takae Okamura
Satoshi Kamimura