Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Det regnar på vår kärlek

It Rains on our Love

Es regnet auf unsere Liebe

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David Lindell (Birger Malmsten) und Maggi (Barbro Kollberg) sind nicht gerade vom Schicksal begünstigt. David kam auf die schiefe Bahn, landete im Gefängnis, will nun ein neues Leben beginnen. Maggi wollte Schauspielerin werden, wurde durch eine zufällige Begegnung schwanger und flüchtet nun in eine Kleinstadt, um neu anfangen zu können. Das verliebte Paar ist von vornherein ein Ärgernis für die prüde bürgerliche Gesellschaft, die auf sie herabschaut. Doch auch wenn sie übervorteilt werden, wenn man sie des Diebstahls bezichtigt, wenn man ihnen das Dach über dem Kopf wegnimmt – so scheinen sie zumindest einen Schutzengel zu haben, der in der merkwürdigen Gestalt eines Mannes mit Regenschirm erscheint.

In seinem zweiten Spielfilm findet man Bergmans spezifische filmische Mittel und Motive wieder: den Kontrast von Licht und Dunkel, die einführende Erzählung, den Blick in den Spiegel, die für ihn so typische Ironie. Er ist noch dabei zu lernen, zitiert Vorbilder wie Alfred Hitchcock, Frank Capra oder Marcel Carné, experimentiert mit Zwischentiteln, um die Kapitel einzuteilen, und engagiert sich ohne Schönfärberei und ohne Sentimentalität für den kleinen Mann im sozialdemokratisch geprägten Nachkriegsschweden. Auch sein „Stall“ von großartigen Schauspielern findet allmählich zusammen.

Schweden 1946, 95 Min

von

Ingmar Bergman

mit

Barbro Kollberg
Birger Malmsten
Gösta Cederlund