Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Skepp till Indialand

A Ship to Indialand

Schiff nach Indialand

Nach sieben Jahren auf See kehrt Johannes Blom (Birger Malmsten) nach Schweden zurück, um seine einstige Geliebte Sally (Gertrud Fridh) zu holen. Die sieben Jahre als Sängerin in einem Varietétheater haben Sally jedoch geschwächt und verbittert. Sie schickt Johannes weg. Verwirrt geht er zum Strand, wo er sich an ihre erste Begegnung zurückerinnert. Rückblende: Schiffskapitän Alexander Blom (Holger Löwenadler) verachtet und schikaniert seinen Sohn Johannes, nicht zuletzt wegen dessen buckligem Rücken. Er tyrannisiert auch seine Frau Alice und die Männer, die auf seinem Bergungsschiff arbeiten. Dabei trinkt er und spürt, dass er langsam erblindet. Der Kapitän holt die junge Sängerin Sally als seine Geliebte aufs Schiff und will mit ihr endlich die Welt entdecken. Johannes’ Hass auf den Vater wird zur Rebellion, doch Alexander ist zunächst noch zu stark für ihn. Sally durchschaut den schlechten Charakter des Vaters und fühlt sich zu Johannes hingezogen. Der Streit spitzt sich dramatisch zu.

In seinem dritten Film, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Martin Söderhjelm, steht der bei Bergman so wichtige Vater-Sohn-Konflikt im Mittelpunkt. Doch auch in den Begegnungen Johannes’ mit Sally und mit seiner Mutter gelingt es ihm, intensive psychologische Beziehungen mit immer raffinierteren filmischen Mitteln zu schildern.

Schweden 1947, 98 Min

von

Ingmar Bergman

mit

Holger Löwenadler
Birger Malmsten
Gertrud Fridh