Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Geschichten vom Kübelkind

Episode 17: Niedrig gilt das Geld auf dieser Erde

Kübelkind geht auf den Strich und wird dafür ermordet (Episode 17). – Das „Kübelkind“ ist eine Kunstfigur: In jeder Geschichte zwingt die Gesellschaft sie, etwas zu lernen. Aber sie, erwachsen vom Augenblick der Geburt an, lernt ungefragt immer noch etwas mehr, als von ihr verlangt wurde. Das von der Gesellschaft nicht gewollte „etwas mehr“ Gelernte aber bringt sie regelmäßig in Lebensgefahr. In jeder Geschichte stirbt Kübelkind. Sie stirbt sich durch alle Kino-Genres. Ihre Geschichten haben alle möglichen Zeiten und spielen in allen möglichen Zeiten.



Film-Werkschau Ula Stöckl. Berlin: Basis-Film Verleih 1997, S. 18

Deutschland (BRD ab 1949) 1969/71, 15 Min

von

Ula Stöckl, Edgar Reitz

mit

Christine de Loup
Werner Herzog