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Eleven Men Out

ELEVEN MEN OUT

Beim isländischen Erstligisten KR ist Óttar Thor der unangefochtene Star. Als er ahnungslos Reportern von seiner Homosexualität erzählt, löst er einen Sturm der Entrüstung aus. Selbstverständlich hat er vor seinem Eingeständnis weder daran gedacht, seiner Ex-Beautyqueen-Ehefrau noch ihrem pubertierenden Sohn oder gar seiner Mannschaft von seinem Coming-Out zu erzählen. Der Wirbel, den er jetzt verursacht, gibt der krisengeplagten Kleinfamilie den Rest und beim KR sitzt Óttar ab sofort nur noch auf der Ersatzbank. Der einst gefeierte Star kündigt und findet sich kurz darauf als besondere Attraktion einer schwulen Amateurfußballmannschaft wieder, zu deren Spielen ihn ein alter Freund eingeladen hat. Mit ihrem prominenten Neuzugang werden die Kicker zwar umgehend zum Stadtgespräch, doch steht die sportliche Leistung des Teams im krassen Widerspruch zur erlangten Popularität – zumal andere Mannschaften sogar Freundschaftsspiele verweigern. Die Kicker haben Angst, als schwul zu gelten. Auch Óttars Sohn kann sich mit der Homosexualität seines Vaters nicht abfinden. Schließlich möchte der KR-Manager auf den einstigen Star der Mannschaft doch nicht verzichten. Nach einigem Hin und Her willigt Óttar ein, unter einer Bedingung zu seinem alten Verein zurückzukehren: Der KR soll sich verpflichten, gegen das Schwulenteam anzutreten. Róbert I. Douglas: „Mein Film erklärt, was es bedeutet, als Schwuler in einer so vom Machismo geprägten Gesellschaft wie der isländischen zu leben, samt ihrem stereotypen Bild vom Mann als hart arbeitendem und ebenso hart trinkendem Fischer.“

Island / Finnland / Großbritannien 2005, 90 Min

von

Róbert I. Douglas

mit

Björn Hlynur Haraldsson
Lilja Nótt
Helgi Björnsson
Arnmundur Ernst
Sigurour Skúlason
Vidir Gudmundsson

Weltvertrieb

Scalpel