„Im Frühjahr 1996, meinem letzten Jahr an der Highschool, dokumentierte ich eine Gruppe von Mädchen der achten Klasse, die für ihr ungehöriges Benehmen und ihre angeblich schlechte Hygiene berüchtigt waren …“ Als Riot Grrrls verstehen sich die Schwestern Amber und Harper und ihre beiden Freundinnen Carly und Lauren. Gemeinsam bringen sie ein schwarz-weiß fotokopiertes Fanzine heraus, „Sour Grrrls“. Darin finden sich Statements gegen Sexismus, Rassismus und Homophobie sowie Gedichte, in denen sie ihren Gefühlen Worte geben. All das macht sie an ihrer Schule zum Ziel von Gespött und gelebter Abneigung. Ambers Devise aber bleibt: „Being different is fine!“<br /> Im Jahr 2000 stellte Michael Lucid, damals Student an der Tisch Film School in New York, eine Kurzfassung seines Videos mitsamt prägnantem Song von Liz Phair fertig und diese 2013 bei YouTube ein. Bis 2025 wurde <em class="film">Dirty Girls</em> dort rund 5,5 Millionen Mal angeklickt – eine Zeitkapsel der Neunziger, in der das bös beleumundete „girl who didn’t take a shower since Kurt Cobain died“ mit Trainingsjacke und strähnigem Haar dem rebellischen Geist der Ära signifikant Ausdruck verleiht.