Ein junger Mann (Richard Linklater) kommt nach Austin, Texas. Am Busbahnhof steigt er in ein Taxi und erklärt dem desinteressierten Fahrer seine Theorie, dass es unendlich viele Paralleluniversen in der Welt gibt und nur eine beschränkte subjektive Wahrnehmung uns daran hindert, sie kennenzulernen. In der Folge zeigt der Film in kurzen Episoden, die durch jeweils eine*n der rund 100 Mitwirkenden miteinander verbunden sind, Alltagsbegegnungen junger Erwachsener. Abstruse Ereignisse (ein Junge überfährt seine Mutter) wechseln mit absurden Dialogen (ein Mädchen verkauft Schamhaare von Madonna). Dabei kann alles zum Thema werden: die Ermordung Kennedys ebenso wie eine Band mit dem programmatischen Namen „Ultimate Losers“.<br /> „Menschen, die einfach nur herumwandern, ohne Geschichte, ohne irgendwas“: Im „Slacker“ (Streuner) sah sich eine Generation personifiziert, die der Sieg der liberalen Demokratien über die Ostblockstaaten mit einem vermeintlichen „Ende der Geschichte“ konfrontierte. Als ihr filmisches Manifest darf <em class="film">Slacker</em> gelten, in dessen Dramaturgie, Dialogen und Behauptungen sich das Lebensgefühl der Generation X ausdrückt: „Die zugrunde liegende Ordnung ist das Chaos.“