Auf einer Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn schließen vier allein reisende Frauen Bekanntschaft: eine in London ansässige, französischsprachige Privatgelehrte, eine deutsche Studienrätin, eine Broadway-Sängerin und eine junge Rucksackreisende. Nach dem Umstieg in die Transmongolische werden sie Opfer einer Entführung durch eine Nomaden-Prinzessin und ihre Reiterinnenarmee.<br /> Ulrike Ottinger war 1988 die erste westliche Regisseurin, die eine Drehgenehmigung für die Innere Mongolei erhielt. Auf Grundlage ethnologischer Quellen und feministischer Fantasy entstand eine betörende Mixtur aus fernöstlichem Märchen und ethnografischer Dokumentation. Musikalisch illustriert von dem georgischen Trio Kalinka Sisters, kommt es im Zuge von traditionellen Festlichkeiten und schamanistischen Ritualen zu einem wilden Rendezvous der Kulturen. Ottinger, 1989: „Mein Film versucht nicht, ein exotisches Bild zu entwerfen, sondern thematisiert den Kulturtransport. Wenn dabei Exotismen entstehen, so ist das niemals mit ,dem Fremden‘ identifiziert, sondern eher die verunglückte Begegnung mit ihm. Das meine ich nicht nur negativ, weil auch daraus noch etwas Spannendes entstehen kann.“