In einer der ärmsten Gegenden Paraguays liegt Caazapá, „die Stadt der Zauber und Legenden“. Zwei junge paraguayische Studierende suchen hier Glück, Gold und einen magischen Vogel. Hinter dem bewachten Zaun einer Siedlung suchen europäische Aussteiger*innen währenddessen Freiheit, Heilung und Rettung vor dem Weltuntergang – für sich und ihre Ersparnisse. Zwischen ihnen liegen zwölf Kilometer Straße aus roter Erde, die sich zu Regenzeiten in einen Sumpf verwandelt. Um sie herum schweben feuchte Hitze und Zikadenchöre. Schritt für Schritt ergründet der Film die neue Nachbarschaft der Siedler*innen und der lokalen Bevölkerung, die Kamera treibt durch Baustellen, Schulen, Behandlungszimmer und Schießübungsplätze, blickt in den Himmel und ins Internet. Während die Bewohner*innen in der Siedlung Grabenkämpfe und Verluste erleben, folgen die Einheimischen ihren eigenen Mythen, die auf die Missions- und Kolonialgeschichte des Landes zurückweisen. Sie alle haben eine Erzählung vom Paradies.