Nina Roza

Mihail hat Bulgarien nach dem Tod seiner Frau in den 1990er-Jahren verlassen und seine Tochter Roza alleine in Montreal großgezogen. Fernab der Heimat hat er sich dort als Spezialist auf dem Gebiet der französischen und zeitgenössischen Kunst aufgebaut. Er wird von einem Sammler beauftragt, in einem bulgarischen Dorf die Werke eines achtjährigen Mädchen namens Nina zu begutachten, deren Bilder im Internet viral gegangen sind. Mihail zögert, lässt sich schließlich jedoch auf die Reise ein. Die Begegnung mit Nina ist ein Schock für ihn. Das entwaffnend reife Kind erinnert ihn an Roza im gleichen Alter. Während seines Aufenthalts schließt er allmählich Frieden mit den Geistern der Vergangenheit. Gleichzeitig versucht er, hinter das Geheimnis des Mädchens zu kommen: Ist sie wirklich die Schöpferin ihrer Werke? Hat ihr jemand geholfen? Und woher nimmt er, Mihail, das Recht, ihr glückliches Leben zu stören? Zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Greifbarem und Symbolischem wird Mihails Reise zur kathartischen Erfahrung. Sie zeigt die komplexen Beziehungen zwischen dem Leben, der Kunst und den Menschen und erinnert daran, dass der Weg manchmal wichtiger ist als das Ziel.
von Geneviève Dulude-de Celles (Regie, Buch)
mit Galin Stoev, Ekaterina Stanina, Sofia Stanina, Chiara Caselli, Michelle Tzontchev, Christian Bégin, Nikolay Mutafchiev
Kanada / Italien / Bulgarien / Belgien 2026 Bulgarisch, Französisch 103' Farbe Weltpremiere

Mit

  • Galin Stoev (Mihail)
  • Ekaterina Stanina (Nina)
  • Sofia Stanina (Nina)
  • Chiara Caselli (Giulia Mancini)
  • Michelle Tzontchev (Rose)
  • Christian Bégin (Christophe)
  • Nikolay Mutafchiev (Bogdan)

Stab

Regie Geneviève Dulude-de Celles
Buch Geneviève Dulude-de Celles
Kamera Alexandre Nour Desjardins
Montage Damien Keyeux
Musik Joseph Marchand
Sound Design Gilberto Martellini, Corinne Dubien
Szenenbild Laura Nhem
Kostüm Maya Gili
Maske Bistra Kechedjieva
Casting Tania Arana
Produzent*innen Fanny Drew, Sarah Mannering
Koproduzent*innen Lorenzo Fiuzzi, Bardo Tarantelli, Nikolay Mutafchiev, Benoît Hansez, Etienne Hansez, Luba Piperova

Produktion

Colonelle films

Montréal, Kanada

Koproduktion

Umi Films

Rom, Italien

PREMIERstudio

Sofia, Bulgarien

Echo Bravo

Brüssel, Belgien

Ginger Light

Blagoevgrad, Bulgarien

Weltvertrieb

Best Friend Forever

Brüssel, Belgien

Geneviève Dulude-de Celles

Die in Montreal beheimatete Filmemacherin legte nach ihrem Master-Abschluss mit dem Schwerpunkt Sprache und Poesie im Kino den Kurzfilm La coupe vor, der beim Sundance Film Festival als bester internationaler Kurzfilm ausgezeichnet wurde. Mit Bienvenue à F.L. und Les jours veröffentlichte sie zwei abendfüllende Dokumentarfilme. Ihr erster Spielfilm, Une colonie, lief bei Generation, wurde mit dem Gläsernen Bären für den Besten Film ausgezeichnet und erhielt außerdem den Best Motion Picture Award bei den Canadian Screen Awards. Nina Roza ist ihr zweiter Spielfilm.

Filmografie

2010 Chers Amis (Dear Friends); Kurzfilm 2014 La coupe (The Cut); Kurzfilm 2015 Bienvenue à F.L. (Welcome to F.L.) 2018 Une colonie (A Colony); Berlinale 2019 2023 Les jours (Days); Dokumentarfilm 2026 Nina Roza

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026