Mihail hat Bulgarien nach dem Tod seiner Frau in den 1990er-Jahren verlassen und seine Tochter Roza alleine in Montreal großgezogen. Fernab der Heimat hat er sich dort als Spezialist auf dem Gebiet der französischen und zeitgenössischen Kunst aufgebaut. Er wird von einem Sammler beauftragt, in einem bulgarischen Dorf die Werke eines achtjährigen Mädchen namens Nina zu begutachten, deren Bilder im Internet viral gegangen sind. Mihail zögert, lässt sich schließlich jedoch auf die Reise ein. Die Begegnung mit Nina ist ein Schock für ihn. Das entwaffnend reife Kind erinnert ihn an Roza im gleichen Alter. Während seines Aufenthalts schließt er allmählich Frieden mit den Geistern der Vergangenheit. Gleichzeitig versucht er, hinter das Geheimnis des Mädchens zu kommen: Ist sie wirklich die Schöpferin ihrer Werke? Hat ihr jemand geholfen? Und woher nimmt er, Mihail, das Recht, ihr glückliches Leben zu stören? Zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Greifbarem und Symbolischem wird Mihails Reise zur kathartischen Erfahrung. Sie zeigt die komplexen Beziehungen zwischen dem Leben, der Kunst und den Menschen und erinnert daran, dass der Weg manchmal wichtiger ist als das Ziel.