Hear the Yellow

Leyla ist ihre Vertraute und Begleiterin. Mit dem rötlich-weißen Fell und den geschmeidigen, gelassenen Gesten passt die Katze perfekt zu Suna, die auf dem Weg zur Hochzeit des Neffen ist und den Mietwagen in die atemberaubende Landschaft ihrer anatolischen Heimat steuert. Bis an den Rand jenes tiefen Kratersees, wo einst Tragisches geschah. Ihre Schwester starb, nur ein Schuh blieb zurück. Es wird Sunas Mission, ja Obsession, Licht in die dunklen Ecken der Vergangenheit zu bringen. Die Tage im Dorf verbringt sie mit der Suche nach der Katze und nach Menschen, die offen mit ihr reden – was sich als schwierig erweist, denn nicht nur über den Tod der Schwester haben Bruder und Schwägerin und die meisten anderen Dorfbewohner den Mantel des Schweigens gebreitet. Der Neffe – unsicher angesichts des Erbes einer Büffelherde und der ländlichen Traditionen – sowie die junge Saz-Spielerin Fidan werden zu Wahlverwandten. Die Kraft und Entschlossenheit ebenso wie die stilistische Größe ihrer Protagonistin filmisch übernehmend, erzeugt Banu Sıvacı mit der titelgebenden Synästhesie-Qualität ihres opulenten zweiten Spielfilms ein Flimmern zwischen den Seelen. Türkische Frauenpower vom Feinsten.
von Banu Sıvacı (Regie, Buch)
mit Selva Erdener, Suleyman Kadim Kabaali, Asena Hotamış, Kerem Ozdogan, Okan Selvi, Doğukan Töngel, Dilşah Demir, Kerem Özdoğan, Feridun Koç
Türkei 2026 Türkisch 105' Farbe Weltpremiere

Mit

  • Selva Erdener
  • Suleyman Kadim Kabaali
  • Asena Hotamış
  • Kerem Ozdogan
  • Okan Selvi
  • Doğukan Töngel
  • Dilşah Demir
  • Kerem Özdoğan
  • Feridun Koç

Stab

Regie Banu Sıvacı
Buch Banu Sıvacı
Kamera Yusuf Aslanyürek
Montage ismet Araç
Musik Canset Özge Can
Sound Design Can Ülgencioğlu
Szenenbild Reyhan Acar
Kostüm Merve Igus
Maske Eminenur Kaygısız
Casting Heran Akkaynak
Produzent*innen Yusuf Aslanyürek, Banu Sıvacı, Orkun Huylu

Produktion

Aslanyurek Film Productions

Istanbul, Türkei

Anagraf Film

Istanbul, Türkei

Anfilm

Istanbul, Türkei

Banu Sıvacı

Banu Sıvacı wurde 1987 in Adana geboren. Nach ihrem Abschluss in Malerei arbeitete sie als Regieassistentin bei verschiedenen Spielfilmen. Güvercin (2018), ihr erster Spielfilm als Regisseurin, feierte Weltpremiere bei der 68. Berlinale in der Sektion Generation und wurde für den Debütfilm-Preis der GWFF nominiert. Güvercin gewann fünf Auszeichnungen, darunter die Preise für den besten Film und das beste Drehbuch beim 33. Filmfestival von Valencia, den Preis für beste Regie beim 22. Filmfestival von Sofia und den Preis für den besten Jugendfilm bei den APSA Awards 2018.

Filmografie

2018 Güvercin (The Pigeon); Berlinale Generation 14plus 2018 2026 Hear the Yellow

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026