Vestida de azul

Dressed in Blue
Madrid 1983. In den Abendstunden ist die Calle de Jorge Manrique der Arbeitsplatz von sechs umwerfenden Ladys, die hier in Pelz und Nylons ihrem Broterwerb nachgehen – bis mehrere Polizeiwagen den Autostrich unter Blaulicht abriegeln und die sechs trans Frauen abgeführt werden … „Wir sind hochklassige Huren!“ Bei einem Brunch in lichter Atmosphäre berichten sie vor der Kamera von ihren Erfahrungen als Performerinnen und Prostituierte, von sozialer Ausgrenzung und repressiven Gesetzen, von ihrer Jugend und der Entdeckung, im falschen Körper zu leben. Der Film begleitet sie durch ihren Alltag: Er zeigt sie im Kreis ihrer Familien, bei der Anwendung von Hüftpolsterungen und Enthaarungswachs, bei der Hormonbehandlung und Brustvergrößerung. Vestida de azul ist ein provokanter und wegweisender Klassiker des queeren spanischen Kinos, die Filme Pedro Almodóvars sind ohne ihn kaum denkbar. Auch formal transzendiert der Film Grenzen und kombiniert Inszeniertes und Dokumentarisches.
Die Restaurierung basiert auf den Bild- und Tonnegativen. Die Farbkorrektur fußt auf Referenzmaterial aus dem Besitz des Regisseurs Antonio Giménez-Rico (1938–2021).
von Antonio Giménez-Rico (Regie, Buch)
mit Loren Arana, Renée Amor, Nacha Sánchez, Eva Pérez, Tamara Muñoz, Josette Ruiz Orejón, Arturo González
Spanien 1983 Spanisch 99' Farbe Dokumentarische Form | Weltpremiere der digital restaurierten Fassung

Mit

  • Loren Arana (Lorenzo)
  • Renée Amor (René)
  • Nacha Sánchez (José Antonio)
  • Eva Pérez (Francisco)
  • Tamara Muñoz (Juan)
  • Josette Ruiz Orejón (José)
  • Arturo González

Stab

Regie Antonio Giménez-Rico
Buch Antonio Giménez-Rico
Kamera Teo Escamilla
Montage José Antonio Rojo
Sound Design Enrique Molinero
Ton Bernardo Menz
Produzent*innen Bernardo Fernández, Monica Del Bosco, Baltasar Sangrigoberto

Weltvertrieb

Video Mercury Films

Zusatzinformationen

DCP: Video Mercury Films