Hora do recreio

Playtime
Hora do recreio befasst sich mit dem Thema Bildung in Brasilien und verfolgt dabei sowohl einen dokumentarischen als auch einen fiktionalen Ansatz. Schüler*innen sprechen über Probleme wie Gewalt, Rassismus und Femizide und spielen Situationen nach, die sie bei Polizeieinsätzen in den Slums erlebt haben. An einer anderen Schule erarbeiten die Schüler*innen eine dramatische Fassung des Romans „Clara dos Anjos“ von Lima Barreto, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde und die Misshandlung eines mittellosen Schwarzen Mädchens schildert. Anhand ihres Textes gleichen die Schüler*innen diese Geschichte mit eigenen Erfahrungen und den Problemen der heutigen Gesellschaft ab. Ausgangspunkt des Films war eine Umfrage unter Lehrer*innen an öffentlichen Einrichtungen; gedreht wurde an Schulen, die für unterschiedliche Stadtteile und Communities in Rio de Janeiro repräsentativ sind. Der dokumentarische Teil wurde aus den Diskussionen in den Klassenzimmern entwickelt, aber auch Ereignisse während der Dreharbeiten, darunter ein Polizeieinsatz, flossen mit ein.
von Lucia Murat (Regie, Buch) Brasilien 2025 Portugiesisch 83' Farbe Weltpremiere | Dokumentarische Form empfohlen ab 14 Jahren

Stab

Regie Lucia Murat
Buch Lucia Murat
Kamera Bacco Andrade
Montage Mair Tavares, Marih OLiveira
Musik Bernardo Uzeda
Sound Design Heron Alencar, Mino Alencar, Bernardo Uzeda
Casting Luciana Bezerra
Produzent*in Lucia Murat
Executive Producer Julia Levy

Produktion

Taiga Filmes

Lucia Murat

Die brasilianische Filmemacherin hat bislang mehr als 20 Spielfilme produziert und bei 15 Filmen Regie geführt, die unter anderem auf den Filmfestivals in Rio de Janeiro, Mar del Plata, Moskau und Montevideo mit Preisen ausgezeichnet wurden. Mit Sweet Power war sie 1997 zu Gast im Forum der Berlinale, Another Love Story wurde 2008 im Panorama gezeigt.

Filmografie

1989 Que bom te ver viva (How Nice to See You Alive); Dokumentarfilm 1995 Doces poderes (Sweet Powers) 2000 Brava gente brasileira (Brave New Land) 2004 Quase dois irmãos (Almost Brothers) 2005 O olhar estrangeiro (The Foreing Eye); Dokumentarfilm 2007 Maré, nossa história de amor (Another Love Story) 2010 Uma longa viagem (A Long Journey); Dokumentarfilm 2013 A memória que me contam (Memories They Told Me) 2015 A nação que não esperou por deus (The Nation That Didn’t Wait for God); Dokumentarfilm 2017 Em três atos (In Three Acts – Anatomy of Age) 2018 Praça Paris (Paris Square) 2021 Ana.sem título (Ana.Untitled); Dokumentarfilm 2023 O mensageiro (The Messenger) 2025 Hora do recreio (Playtime)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2025