Je n’avais que le néant – "Shoah" par Lanzmann

All I Had Was Nothingness
Claude Lanzmann verbrachte zwölf Jahre mit der Produktion von Shoah (1985), einem bahnbrechenden Werk, das einen grundlegend neuen Ansatz zur Darstellung des Holocausts im Kino fand. Vier Jahrzehnte später taucht der Filmemacher Guillaume Ribot in über 220 Stunden unveröffentlichtes Filmmaterial von Shoah ein. Im Bestreben, die Realität des Holocausts zu erfassen, führte Lanzmann Interviews mit Opfern, Zeug*innen und Täter*innen aus aller Welt. Er begab sich auf eine beispiellose Reise, die – Zweifel, Rückschläge und falsche Fährten eingeschlossen – in einem Meilenstein der Filmgeschichte resultierte. 2023 wurde der Film ins Register des UNESCO-Weltdokumentenerbes aufgenommen. Ribot verwendet ausschließlich Lanzmanns eigene Worte, Auszüge aus dessen Memoiren und bislang nicht gezeigte Ausschnitte des Materials, um eines der Meisterwerke des Kinos und das unermüdliche Streben des Regisseurs, das Unerzählte zu erzählen, zu würdigen.
von Guillaume Ribot (Regie, Buch) Frankreich 2025 Französisch, Englisch, Deutsch, Polnisch 94' Farbe Weltpremiere

Stab

Regie Guillaume Ribot
Buch Guillaume Ribot
Montage Svetlana Vaynblat
Sound Design Jean-Pierre Halbwachs, Vincent Arnardi
Produzent*innen Estelle Fialon, Dominique Lanzmann

Produktion

Les Films du Poisson

Les Films Aleph

Weltvertrieb

mk2 Films

Guillaume Ribot

Der 54-jährige Regisseur, Drehbuchautor und Fotograf arbeitete nach seinem Studium der Fotografie und der Kunstgeschichte zunächst als Pressefotograf. Dabei widmete er sich über einen Zeitraum von 25 Jahren dem Thema Erinnerung und insbesondere dem Holocaust. Seine Arbeiten wurden unter anderem im „Time Magazine“, in „Le Monde“ und in der „New York Times“ veröffentlicht. Er veröffentlichte mehrere Bücher über den Holocaust und zeigte seine Fotos weltweit in Ausstellungen, unter anderem im Jewish Heritage Museum in New York. Seit 2014 ist er als Regisseur und Drehbuchautor tätig und interessiert sich dabei vor allem für historische Themen und Archivbilder.

Filmografie (Dokumentarfilme)

2014 Le cahier de Susi; mittellanger Film 2016 Treblinka; mittellanger Film 2019 Vie et destin du livre noir (The Black Book) 2022 Moissons Sanglantes (Ukraine 1933: Seeds of Hunger) 2025 Je n’avais que le néant – “Shoah” par Lanzmann (All I Had Was Nothingness)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2025