Die römische Prostituierte Mamma Roma will sich eine bürgerliche Existenz aufbauen und ihrem Sohn ein anständiges Leben ermöglichen. Also zieht sie in ein besseres Viertel, holt ihn zu sich und eröffnet einen Gemüsestand. Doch im Wohnsilo der Vorstadt schließt sich der 16-jährige Ettore einer kleinkriminellen Jugendbande an und lässt sich mit einer älteren Nachbarin ein. Alle Versuche seiner Mutter, aus dem juvenilen „Juwel“ einen arbeitsamen jungen Mann zu machen, schlagen fehl. Als Mamma Romas ehemaliger Zuhälter auftaucht und sie erpresst, ist sie gezwungen, ihren Körper wieder auf der Straße zu verkaufen … Mit seinem zweiten, in seiner sozialen Analyse ganz dem Neorealismus verpflichteten Film beschwor Pier Paolo Pasolini Elend und Eros des italienischen Subproletariats. In eine christliche Ikonografie zwischen Abendmahl und Kreuzigung eingebettet, zeichnet Mamma Roma den Passionsweg zweier gesellschaftlicher Außenseiter*innen, der am Ende beide in Dantes „Inferno“ führt. Die Ausgestaltung der Titelrolle in einem authentisch agierenden Lai*innen-Ensemble zählt zu den großen Charakterdarstellungen von Anna Magnani, „Roms römischster Römerin“.
von Pier Paolo Pasolini
mit Anna Magnani, Ettore Garofolo, Franco Citti, Silvana Corsini, Luisa Loiano, Paolo Volpini, Luciano Gonini, Vittorio La Paglia, Piero Morgia, Franco Ceccarelli
Italien 1962 Italienisch 105’ Schwarz-Weiß Altersfreigabe FSK 16

Mit

  • Anna Magnani
  • Ettore Garofolo
  • Franco Citti
  • Silvana Corsini
  • Luisa Loiano
  • Paolo Volpini
  • Luciano Gonini
  • Vittorio La Paglia
  • Piero Morgia
  • Franco Ceccarelli

Stab

Regie Pier Paolo Pasolini
Drehbuch Pier Paolo Pasolini
Kamera Tonino Delli Colli
Montage Nino Baragli
Musik Bixio Cherubini, Joselito
Ton Leopoldo Rosi
Szenenbild Flavio Mogherini
Maske Marcello Ceccarelli
Produzent*in Alfredo Bini

Produktion

Arco Film

Zusatzinformationen

DCP: Cineteca Nazionale, Rom

Pier Paolo Pasolini

Filmografie

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2022