Ein Fest für Beyhan

Celebration for Beyhan
In surrealistischen Szenen schildert die 1970 im türkischen Malatya geborene Regisseurin die Odyssee einer jungen Frau zwischen zwei unterschiedlichen Welten: Ihre Kindheit hat sie in der kargen anatolischen Landschaft verbracht, als junge Frau lebt sie in einer norddeutschen Großstadt. In Gedankenreisen kehrt sie von hier dorthin zurück. Züge, Bahnhöfe, Gleise: Beyhans Dasein hat etwas Transitorisches, wie es der Dialog mit Otto Sander als Zugreisendem treffend zum Ausdruck bringt: „Fahren Sie fort oder kommen Sie zurück?“ – „Weder noch, oder vielmehr beides.“
von Ayşe Polat Deutschland 1994 Deutsch, Türkisch 25’ Farbe

Stab

Regie Ayşe Polat

Zusatzinformationen

Kopie: Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Ayşe Polat

Geboren 1970 in Malatya, Türkei. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Kulturwissenschaft und ist als Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin tätig. Ihr Debüt Auslandstournee (2000) wurde auf internationalen Festivals ausgezeichnet. Ihr zweiter Film En Garde (2004) eröffnete das Filmfestival von Locarno und erhielt den Silbernen Leoparden für den besten Film und die beste Hauptdarstellerin. 2006 inszenierte Polat am Berliner Theater Hebbel am Ufer ihre erste Theaterarbeit „Otobüs“.

Filmografie

1992 Fremdennacht; 14 Min. 1994 Ein Fest für Beyhan; 25 Min. 1997 Gräfin Sophia Hatun; 16 Min. 2000 Auslandstournee; 91 Min. 2004 En Garde; 94 Min. 2010 Luks Glück; 91 Min. 2013 Die Erbin; 75 Min. 2016 Die Anderen; 65 Min.

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2021