Gabriele Stötzer, 1953 in Emleben (DDR) geboren, wurde 1977 aus politischen Gründen inhaftiert, schloss sich in der Folge dem literarisch-künstlerischen Untergrund der DDR an und ist seit 1980 als freischaffende Künstlerin tätig. Ihr experimentelles Werk umfasst Performance, Fotografie, Super-8-Film, Zeichnung, Textil, Keramik, Literatur, Malerei und Aktionen im öffentlichen Raum. Sie war Mitbegründerin der „Künstlerinnengruppe Erfurt“ sowie Mitinitiatorin der ersten friedlichen Besetzung einer Stasibehörde. 2013 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz, 2024 den Bremer Pauli-Preis und 2026 den Goslarer Kaiserring. Der Gropius Bau Berlin widmet ihr 2026 eine große Einzelausstellung.