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An Elephant Sitting Still

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In der nordchinesischen Stadt Manzhouli soll es einen Elefanten geben, der einfach nur dasitzt und die Welt ignoriert. Manzhouli wird zur fixen Idee für die Helden dieses Films, zum erhofften Ausweg aus der Abwärtsspirale, in der sie sich befinden. Da ist der Schüler Bu, der auf der Flucht ist, nachdem er den Schulhofschläger Shuai die Treppe hinuntergestoßen hat. Dann Bus Mitschülerin Ling, die mit ihrer Mutter bricht und sich von ihrem Lehrer umgarnen lässt, und Shuais älterer Bruder Cheng, der sich für den Suizid eines Freundes verantwortlich fühlt. Schließlich, neben vielen anderen Figuren, deren Schicksale untrennbar verknüpft sind, Herr Wang, ein rüstiger Pensionär, dessen Sohn ihn in ein Heim verfrachten will. In virtuosen Bildkompositionen erzählt der Film einen einzigen spannungsgeladenen Tag vom Morgengrauen bis zum Abend, wenn endlich der Zug nach Manzhouli abfahren soll.
Hu Bo, der in China bereits mit seinen Romanen Aufsehen erregte, gibt mit diesem vierstündigen Porträt einer Gesellschaft von Egoisten sein elektrisierendes Regiedebüt. Tragischerweise ist es zugleich sein Testament. Am 12. Oktober 2017 hat sich der 29 Jahre junge Künstler das Leben genommen.

von
Hu Bo

Volksrepublik China 2018

Mandarin

230 Min · Farbe

Weltpremiere

Mit

Zhang Yu (Yucheng)
Peng Yuchang (Weibu)
Wang Yuwen (Huangling)
Liu Congxi (Laojin)

Stab

Regie, Buch
Hu Bo
Kamera
Fan Chao
Schnitt
Hu Bo
Sound Design
Bai Ruizhou
Production Design
Xie Lija
Producer
Liu Xuan

Biografie

Hu Bo

Geboren 1988 in Jinan, Shandong, China. Er studierte Filmregie an der Beijing Film Academy. Nach zwei Kurzfilmen war An Elephant Sitting Still sein erster abendfüllender Film. Im Oktober 2017 hat Hu Bo sich das Leben genommen.

Filmografie

2014 Distant Father; 22 Min. · Fleeing by Night; 30 Min. 2018 An Elephant Sitting Still

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2018

Produktion

Dongchun Films Co., Ltd

Weltvertrieb

Rediance