Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Milak, der Grönlandjäger

The Great Unknown

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Während in der Heimat drei Frauen um das Leben ihrer Männer bangen, begeben sich die Polarforscher Larsen, Svendsen und Eriksen auf eine gefahrvolle Expedition in die Arktis. In Grönland werben sie den Eskimo Milak als Hundeführer an. Svendsen soll mit dem Schiff die Küste aufwärts fahren, indessen sich Larsen, Eriksen und Milak mit Hundeschlitten auf den Weg gen Norden machen. Im Wettlauf mit einer amerikanischen Expedition trotzen sie Schneestürmen, Gletscherspalten und Eisbären und meistern zahlreiche Abenteuer. Doch dann geht ihnen der Proviant aus … Von der zeitgenössischen Kritik wurde Milak, der Grönlandjäger als deutsche Antwort auf Robert Flahertys Nanook of the North (1922) wahrgenommen. Zum Großteil an Originalschauplätzen in Grönland und auf Spitzbergen gedreht, verbindet der Film imponierende Landschaftsaufnahmen mit ethnografischen Studien. Dabei inszenierten die beteiligten Mitarbeiter aus Arnold Fancks »Freiburger Kameraschule« in ihrer sportiven Art des Freiluftfilmens die Natur als mitentscheidenden Akteur, indem sie ihr mit Eissprengungen zu erhöhter Dramatik verhalfen. Diesem Zweck diente auch ein Eisbär, der aus Hagenbecks Tierpark stammte.

von
Bernhard Villinger
Georg Asagaroff

Deutschland 1927

deutsche Zwischentitel

Dokumentarische Form
100 Min · Schwarz-Weiß · 35 mm

Neue Kopie

Mit

Waldemar Coste
Harry Bellinghausen
Ruth Weyher
Lotte Lorring
Nils Focksen
Iris Arlan
Helmer Hanssen
Robby Robert
Sepp Allgeier
Albert Benitz
Richard Angst

Stab

Regie
Bernhard Villinger, Georg Asagaroff
Buch
Armin Petersen, Bernhard Villinger, nach wahren Begebenheiten der Expeditionen Scott, Mawson, Koch
Kamera
Sepp Allgeier, Albert Benitz, Richard Angst

Produktion

Universum Film AG (Ufa)

Kopie: Bundesarchiv-Filmarchiv, Berlin