European Film Market & Co-Production Market

28.01.2026
EFM Industry Programme 2026: Wachstum durch Innovation und Vernetzung vorantreiben

EFM Industry Programme 2025

Der European Film Market (EFM), die Branchenplattform der Berlinale, markiert den Auftakt des Filmwirtschaftsjahres, indem er zentrale Trends, neue Geschäftsmöglichkeiten und Strategien für den globalen Film- und TV-Produktionssektor in den Fokus rückt. 2026 präsentiert die zweitgrößte audiovisuelle B2B-Veranstaltung weltweit ein erweitertes Industry Programme mit neuen Initiativen, Preisen und Formaten – mit einem klaren Schwerpunkt auf Innovation und branchenübergreifender Zusammenarbeit.

EFM Conference Programme 2026

Die EFM Conference bringt rund 100 internationale Branchenvertreter*innen, Visionär*innen und Entscheidungsträger*innen zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen im globalen audiovisuellen Sektor zu diskutieren. Das Programm bietet praxisnahe Einblicke und professionellen Austausch entlang der gesamten audiovisuellen Wertschöpfungskette. Ein besonderer Fokus liegt auf der beruflichen Weiterentwicklung durch Masterclasses, Keynotes, Präsentationen und Case Studies, die die zentralen Fragestellungen widerspiegeln, welche die Film- und Medienbranche derzeit prägen.

Finanzierungsstrategien für Filme stehen im Mittelpunkt von zwei Masterclasses mit Alex Walton, Co-Head von WME Independent, und Timo Argillander, Gründer und Executive Chairman von IPR.VC, einem Investmentfonds, der sich auf die Verbindung institutionellen Kapitals mit kreativen Produzent*innen und Content-Rechten spezialisiert hat. Das Entertainment Finance Forum bietet in einem von Winston Baker organisierten Panel einen Ausblick auf 2026 und beleuchtet dabei Private-Equity-Strategien sowie internationale Kapitalströme.

Darüber hinaus analysiert die EFM Conference makroökonomische Trends und strukturelle Veränderungen der Branche und zeigt auf, wie Produzent*innen diese Entwicklungen in strategische Vorteile übersetzen können. Zu den Themen zählen unter anderem direkte Monetarisierung, datengetriebene Publikumsentwicklung, kreatives Marketing sowie vertikale und „liquid“ Content-Formate.

Weitere Workshops umfassen ACE Producers’ „Rethinking Producing Through Collective Power – to Sharper Decision-Making in the AI Era” sowie EAVEs „Does AI Need You More Than You Need It?“ und „Regulatory Realities Shaping Independence and Financing”, präsentiert in Zusammenarbeit mit dem European Producers Club.

Dr. Marina Kosten (USC Annenberg) stellt eine umfassende Analyse des globalen Filmmarketings vor, mit Fokus auf datenbasierte Strategien und Best Practices zur Verbesserung der Content-Positionierung und der weltweiten Publikumsbindung.

„Bridging Visions” untersucht, wie vertikale Micro-Dramen, KI und Branded Content die Kreation und Verbreitung von Inhalten in asiatischen Märkten neu gestalten. Der interaktive Workshop beleuchtet neue Erlösmodelle jenseits traditioneller Auswertungsformen als Reaktion auf sich wandelnde Sehgewohnheiten des Publikums.

Die TikTok-Fallstudie „From Fandom to Box Office: How Fandom on TikTok Drives Impact” analysiert Fandom-Kulturen, Book-to-Screen-IP, Short-Form-Toolkits sowie die sich verändernde Rolle von Creator*innen in der Branche – veranschaulicht am Erfolg von Amazons Maxton Hall. Content Creator*innen und Influencer*innen nehmen ebenfalls an der Podiumsdiskussion teil.

Zu den knapp 100 internationalen Gastredner*innen zählen unter anderem Ron Dyens (Sacrebleu Productions), Marina Kosten (USC Annenberg), Sean Clarke (Aardman), Mark Cousins, Vivian Anan-Wang (Crisp Momentum), Melo Nsuka (@melosempaii), Elisabeth D’Arvieu (Mediawan Pictures), Ada Solomon (microFILM), Timo Argillander (IPR.VC), Katharina Gellein Viken (Metrotone), Alex Walton (WME) und viele weitere.

Das EFM Conference Programme findet erneut im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung statt.

Weitere Informationen zum Conference Programme 2026

EFM Animation Days (Neu 2026)

28 Animationsprojekte in einer frühen Entwicklungsphase – von Family Entertainment bis Arthouse-Animation – auf der Suche nach Koproduktionspartnern und Sales Agents werden in fünf Pitching-Sessions am Donnerstag und Freitag präsentiert. Eine kuratierte internationale Pitching-Session wird ergänzt durch länderspezifische Sessions aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Zentral- und Osteuropa sowie Kanada.

Ein weiterer Programmhöhepunkt ist das Annecy Animation Showcase, kuratiert vom Annecy International Animation Film Festival and Market (Mifa), das am Freitag, den 13. Februar, eine exklusive Vorschau auf fünf Animationsprojekte in Entwicklung bietet und deren frühe Marktpräsenz sowie Festivalpositionierung unterstützt.

Vier vertiefende Workshops finden am Freitag, 13. Februar, und Samstag, 14. Februar, statt. Case Studies zu The Last Whale Singer und The Amazing Maurice 2, einer deutsch-britischen Koproduktion, befassen sich mit Game Engines, virtuellen Produktionstools, kreativer Zusammenarbeit, Finanzierungsstrukturen, grenzüberschreitenden Workflows und Marktpositionierung für Animations-Langfilme.

Workshops zur Produktion animierter Dokumentarfilme bieten Dokumentarfilmproduzent*innen Einblicke in kreative Prozesse und die spezifische Sprache hybrider Projekte. Anhand der Emmy-prämierten animierten Dokumentarserie Fritzi’s Journey am Samstag, 14. Februar, sowie durch die Expertise von Spezialist*innen für animierte Dokumentarfilme, erhalten die Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis dieses Marktsegments und seiner Entwicklungsbedingungen.

Ausgewählte Programmhöhepunkte:

  • Riding the Waves of Real-Time Animation Production – A Case Study of The Last Whale Singer (deutsch-kanadisch-ungarische Koproduktion), Samstag, 14. Februar, Producers Hub
  • The Amazing Maurice 2 – A German–UK Co-Production Case Study, Samstag, 14. Februar, Producers Hub
  • Producing Animated Documentaries, veranstaltet von CEE Animation, Freitag, 13. Februar, ab 15:00 Uhr, Dokumentationszentrum
  • Fritzi’s Journey: From Feature Animation to Emmy-Winning Animated Documentary Series, veranstaltet von DOK Leipzig, Samstag, 14. Februar, 16:00 bis 17:00 Uhr, Dokumentationszentrum

Speed-Dating-Sessions sowie täglich frei zugängliche Breakfast Clubs und Happy Hours vernetzen Game-Entwickler*innen, Film- und Dokumentarfilmproduzent*innen mit erfahrenen Animationsstudios. Die EFM Animation Days werden von MDM – Mitteldeutsche Medienförderung sowie dem BFI National Lottery UK Focus Fund unterstützt.

Weitere Informationen zu den Animation Days 2026 und zum vollständigen Programm

EFM Beyond im EFM Producers & Innovation Hub, Gropius Bau

Mit der neuen Initiative EFM Beyond erweitert das EFM-Programm seinen Fokus auf crossmediales Storytelling für unabhängige IP. Als Antwort auf einen zunehmend fragmentierten Markt unterstützt die Initiative den Wandel hin zu portfolio-getriebener, IP-first-Entwicklung über verschiedene Formate hinweg – darunter Film, Serie, Games, Animation, XR und Scripted Branding.

In einer Reihe von Produzent*innenworkshops erkunden die Teilnehmenden Worldbuilding und das Gaming-Ökosystem und definieren die Rolle der Produzent*innen neu – als IP-Architekt*innen, die skalierbare narrative Welten entwickeln.

Ein kuratierter Ausstellerbereich sowie ein neuer Film-to-Game Accelerator bieten Produzent*innen praxisnahe Einblicke in transmediales Storytelling und hybride Finanzierungsmodelle und fördern zugleich Vernetzungen jenseits des klassischen Filmökosystems.

Ebenfalls neu beim EFM 2026 ist das Cross-IP Accelerator Programme, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem MIFA-Markt des Annecy International Film Festival und dem Expert*innen-Lab Spielfabrique. Das Programm ermöglicht ausgewählten Teilnehmenden die gemeinsame Entwicklung neuer crossmedialer IP, den Zugang zu internationalen Branchennetzwerken sowie gezielte Mentoring- und Pitching-Angebote. Es läuft über das gesamte Jahr hinweg mit Webinaren; die teilnehmende Kohorte besucht zudem MIFA und die Gamescom Dev für weitere Fortbildungs- und Networking-Möglichkeiten.

Games to Screen: Showcase of French Game IPs präsentiert französische Game-IP, die Teil einer neuen crossmedialen Initiative des Institut français Deutschland und des CNC sind. Vorgestellt werden innovative französische Videospiel-IPs, die für Adaptionen als Film oder Serie bereit sind, gefolgt von gezieltem Matchmaking mit Kreativen und Publishern.

Der EFM Producers Hub bringt Produzent*innen, Finanzierer*innen und Branchenexpert*innen zusammen und ist ausschließlich für Market Badge-Inhaber*innen zugänglich.

Diese Vielzahl an interaktiven Sessions und Workshops für unabhängige Produzent*innen wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg unterstützt und in Zusammenarbeit mit führenden Trainingsprogrammen und internationalen Expert*innen organisiert, darunter ACE Producers, EAVE, der European Producers Club, Spielfabrique, Medianet, Helsinki Film Lab, PixVerse, Eventive, CapCut, Bridging Visions, Vievo, Moltencloud, Vimeo, Animation UK, MOIN, CNC, Institut français Deutschland, das International Screen Institute und weitere.

EFM Innovation Hub

Der im zweiten Stock des Gropius Bau gelegene EFM Innovation Hub dient als zentraler Anlaufpunkt zur Erkundung virtueller Produktionstools, Game Engines und Echtzeit-Pipelines. Neu 2026 ist die Immersive Zone, unterstützt vom Medienboard Berlin-Brandenburg – ein kuratierter offener XR- und VR-Showroom mit mehreren VR-Stationen, ergänzt durch Workshops zur Erweiterung von Film-IP in immersive Formate.

Nach einer Rekordzahl an Einreichungen kehren die EFM Startups 2026 in ihrer 12. Ausgabe zurück: 12 ausgewählte Startups präsentieren innovative Tech-Unternehmen mit starker europäischer Präsenz, einem hohen Anteil weiblicher Gründerinnen und einem herausragenden Unternehmen aus Korea. Erstmals vergibt der EFM in Zusammenarbeit mit dem Medienpartner Screen International einen Preis an ein herausragendes Startup.

Zu den Alumni der EFM Startups zählen Letterboxd, FilmChain, Respeecher, Publikum, Largo.ai und Phont.

Weitere Informationen zum Producers & Innovation Hub 2026
Weitere Informationen zu den EFM Startups

Förderung & Programmunterstützung

Der EFM 2026 wird von einer Vielzahl nationaler und internationaler Partner unterstützt.

EFM Beyond, das EFM-Startups-Programm sowie der Producers Hub werden von Creative Europe MEDIA kofinanziert. Die EFM Animation Days werden von der MDM Mitteldeutsche Medienförderung und dem BFI’s National Lottery UK Focus Fund unterstützt, während der DocSalon von FFF Bayern gefördert wird.

Der European Film Market ist Teil von Berlinale Pro, das den European Film Market, den Berlinale Co-Production Market, Berlinale Talents und den World Cinema Fund vereint. Berlinale Pro ist die ganzheitliche Brancheninfrastruktur des Festivals und dient der globalen Filmindustrie als Inkubator, Verstärker und Unterstützer in allen Phasen der Filmentwicklung, -produktion, des Verkaufs und der Distribution.

Der EFM wird unterstützt von:


Presseabteilung
28.Januar 2026