Berlinale: Berlinale Shorts


Berlinale Shorts

Der Kurzfilm ist radikal und ungebunden. Manchmal kontrovers, verstörend, an der Grenze der Verständlichkeit. Er ist so vielschichtig wie die Möglichkeiten seiner Gestaltung, präsentiert sich als offene Frage, kühne These, hingeworfener Gedanke oder als sorgsam durchinszeniertes Drama. Oft trägt der Kurzfilm schon im Keim die stilistischen und inhaltlichen Charakteristika, die später die Handschrift seines Künstlers werden. Das viel kleinere Produktionsbudget erfordert eine noch kompromisslosere Suche und trägt zur Ausbildung dieser Handschrift bei.

Seit 1955 verleiht die Berlinale den Goldenen und den Silbernen Bären für Kurzfilme. Seit 2003 mit einer eigenen internationalen Jury, die aus der 1990 gegründeten Panorama-Kurzfilmjury hervorging. 2006 wurden dann die Kurzfilmprogramme von Panorama und Wettbewerb zu einer eigenen Sektion zusammengeführt. Mit der Einführung einer eigenen Sektion hat die Festivalleitung einen Akzent gesetzt, um die Bedeutung des kurzen Films für die Filmproduktion im Allgemeinen zu untermauern.

Für alle Filmanmeldungen gelten die Allgemeinen Anmelde- und Teilnahmerichtlinien.

Für die Kurzfilme der Sektion Generation gilt das eigene Reglement.

1 – Zugelassene Filme

Für den Wettbewerb der Berlinale Shorts zugelassen sind Spiel-, Dokumentar-, Experimental- und Animationsfilme bis zu einer maximalen Laufzeit von 30 Minuten (inkl. Abspann).

Vorführformate: DCP, QuickTime ProRes 422, HDCAM oder 35mm (kinoabhängig). Andere Formate nur nach Rücksprache.

Zugelassen werden nur Filme, die

  • außerhalb ihres Ursprungslandes noch an keinem internationalen Filmfestival oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen teilgenommen haben; Teilnahme an nationalen Festivals oder Veranstaltungen mit nationalem Fokus ist erlaubt.
  • außerhalb ihres Ursprungslandes noch nicht kommerziell ausgewertet wurden.
  • weder im Fernsehen noch im Internet / VOD präsentiert wurden.

Im Falle internationaler Koproduktionen gilt das Hauptproduktionsland als Ursprungsland.

2 – Auswahl und Programmierung

Der Direktor des Festivals lädt auf Vorschlag der Kuratorin die Filme ein, die im Wettbewerb der Berlinale Shorts gezeigt werden.

3 – Fassung und Untertitel

Alle Filme – auch deutschsprachige Filme - werden in ihrer Originalfassung mit englischen Untertiteln gezeigt. Die Kosten der Untertitelung gehen zu Lasten der Produzenten.

Als Originalfassung gilt jede Fassung, in welcher der Film in seinem Ursprungsland gezeigt wird oder werden soll.

Über die Vergabe der Preise entscheidet die Internationale Kurzfilmjury, die aus mindestens drei deutschen und ausländischen Persönlichkeiten besteht.

Personen, die an der Produktion oder an der kommerziellen Auswertung eines eingeladenen Filmes beteiligt sind, dürfen der Jury nicht angehören.

Der Festivaldirektor oder ein durch ihn bestimmter Delegierter können bei den Beratungen anwesend sein, nehmen aber nicht an den Abstimmungen teil. Die Mitglieder der Jury sind zum Stillschweigen verpflichtet. Die Debatten und Abstimmungen sind streng vertraulich zu behandeln, auch nach Abschluss des Festivals.

Preise

Die Internationale Kurzfilmjury vergibt obligatorisch folgende Preise an jeweils einen der für den Wettbewerb nominierten Filme:

  • Goldener Bär für den Besten Kurzfilm
    Mit dem Preis des Goldenen Bären erlangt der Film die Teilnahmeberechtigung für den Wettbewerb um den Kurzfilm-Oscar® im nächsten Jahr.
  • Silberner Bär Preis der Jury (Kurzfilm)
  • Audi Short Film Award, dotiert mit € 20.000, unterstützt von Audi

Darüber hinaus ernennt die Jury den Berlin Short Film Nominee for the European Film Awards.

Filme aus dem Wettbewerb der Berlinale Shorts können außerdem für den Teddy Award Bester Kurzfilm nominiert werden.

Weitere Informationen zu den Preisen der Berlinale finden Sie unter Preise und Jurys.

Kontakt

Assistenz
Sarah Schlüssel
Tel. +49 30 25920-212
Fax +49 30 25920-487