Berlinale:


Preise der Internationalen Kurzfilmjury

Rund 30 Filme konkurrieren in der Sektion Berlinale Shorts um folgende Auszeichnungen:

Die Internationale Jury der Berlinale Shorts besteht aus drei Film- und Kunstschaffenden, die in ihrer Arbeit der kurzen Form verbunden sind. In unterschiedlichen künstlerischen und kulturellen Bereichen zu Hause, bringen sie ihren jeweils eigenen Blickwinkel in die Betrachtung und Bewertung der Filme ein: Internationale Regietalente, junge Künstler und Schauspieler sowie Kurzfilmkuratoren und Filmhochschuldirektoren zeichnen Werke aus, die neue Akzente in der kinematografischen Landschaft setzen.

2012 werden die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller, die palästinensische bildende Künstlerin Emily Jacir sowie der Animationskünstler David OReilly über die Preise entscheiden:

Sandra Hüller (Deutschland)
Die renommierte und vielfach ausgezeichnete Film- und Theater-schauspielerin kann mit ihrer zehnjährigen Karriere bereits ein beachtlich breites Rollenrepertoire vorweisen. Im Theater steht sie seit 2006 regelmäßig sowohl in Klassikern als auch in modernen Stücken auf der Bühne. Für ihre erste große Filmrolle in Requiem von Hans-Christian Schmid gewann sie 2006 auf der Berlinale den Silbernen Bären als Beste Darstellerin und den Deutschen Filmpreis. 2011 war sie auf der Berlinale gleich mit zwei Filmen präsent: Brownian Movement (2010, R: Nanouk Leopold) im Forum und Über uns das All (2011, R: Jan Schomburg) im Panorama.

Emily Jacir (Palästinensische Gebiete)
Emily Jacir, eine der bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen aus dem Nahen Osten, bedient sich einer Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen wie Installationen, Performance, Kunst im öffentlichen Raum, Fotografie, Film und Video. Ihre Werke sind weltweit ausgestellt und prämiert worden, unter anderem wurde sie 2007 bei der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen geehrt. Aktuell leitet Jacir das Home Workspace - Programm 2011-2012 in Beirut. Außerdem bereitet sie derzeit ein neues Projekt für die dOCUMENTA (13) vor, die im Juni eröffnet.

David OReilly (Irland)
Der in Kalifornien ansässige, irisch-stämmige Filmemacher ist für seine innovativen, modernen 3D-Animationen bekannt. Für seine Kurzfilme, die weltweit auf über 200 Festivals gezeigt wurden, hat er mehr als 75 Preise erhalten. Sein erster Festivalbesuch war 2008 auf der Berlinale, wo er RGB XYZ vorstellte. 2009 gewann er in Berlin für Please Say Something den Goldenen Bären für den Besten Kurzfilm. Sein letzter Kurzfilm The External World lief in Venedig (2010) und Sundance (2011) und wurde auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet.

Die Bären des Wettbewerbs der kurzen Filme werden zusammen mit den Preisträgern des Wettbewerbs bei der Abschlussgala im Berlinale Palast bekannt gegeben. Zuvor wird in der Saarländischen Landesvertretung der Berlin Short Film Nominee for the European Film Awards benannt. Dort wird auch der DAAD-Kurzfilmpreis verliehen, der einen dreimonatigen Aufenthalt als Gast des Künstlerprogramms und eine Projektförderung beinhaltet.

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