Nous

We
Die Schnellbahnstrecke RER B verläuft von Nord nach Süd quer durch Paris und seine Außenbezirke. Auf ihrer Reise in die Vorstädte zeigt uns die preisgekrönte Dokumentarfilmerin Alice Diop Gesichter und Geschichten verschiedener Menschen, die diese Orte ausmachen.
Nous beweist auf anrührende Weise, wie wichtig Film als Zeugnis und Medium des Erinnerns ist. Ein in mehrfacher Hinsicht zeitgemäßes Werk, bewegt sich der Film klug und feinfühlig durch eine Welt, die schnelle, einfache Antworten bevorzugt. Seine Patchwork-Struktur liefert ein treffendes Abbild einer zersplitterten Gesellschaft. Die Sicherheit, mit der Diop ihren filmischen Essay und seine Wirkung dirigiert, ist beeindruckend. Zu Beginn beobachten wir einen Hirsch durch ein Fernglas – von diesem Moment an herrscht ein eigenartiges, unnatürliches Gefühl der Distanz, das uns nicht mehr loslässt. Isolation, Diskriminierung, Sehnsucht nach Hierarchien, das Erbe einer monarchischen Vergangenheit ... Das heutige Frankreich ist uneins. Und doch macht sich in jeder Szene das Bedürfnis der Menschen bemerkbar, nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben. Mal erkennt man es auf den ersten Blick, mal wird es erst hervorgelockt. Ist es vielleicht dieses Bedürfnis, das eine Nation zusammenhält?
von Alice Diop
mit Ismael Soumaïla Sissoko, N’deye Sighane Diop, Pierre Bergounioux, Bamba Sibi, Marcel Balnoas
Frankreich 2020 Französisch,  Untertitel: Englisch 115’ Farbe Dokumentarische Form

Mit

  • Ismael Soumaïla Sissoko
  • N’deye Sighane Diop
  • Pierre Bergounioux
  • Bamba Sibi
  • Marcel Balnoas
  • Ethan Balnoas

Stab

RegieAlice Diop
KameraSarah Blum, Sylvain Verdet, Clément Alline
MontageAmrita David
TonMathieu Farnarier
Produzent*inSophie Salbot

Produktion

Athénaïse

Paris, Frankreich

+33 1 41720275

Weltvertrieb

Totem Films

Paris, Frankreich

+33 6 89859695

Alice Diop

Die Filmemacherin wurde in Aulnay-sous-Bois, Frankreich, geboren. Ihre Filme, in denen sie sich mit der französischen Gesellschaft und deren kultureller Diversität auseinandersetzt, wurden auf dem Pariser Filmfestival Cinéma du Réel, im British Film Institute London, auf dem Filmfestival Karlovy Vary, bei der Viennale und auf dem Dokumentarfilmfestival in Lussas, Frankreich, gezeigt. Ihr abendfüllender Dokumentarfilm On Call wurde im Wettbewerb von Cinéma du Réel mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Für ihren Kurzfilm Towards tenderness erhielt sie 2017 den französischen Filmpreis César.

Filmografie (Dokumentarfilme)

2006 Clichy pour l’Exemple · La Tour du Monde 2007 Les Senegalaises et la Senegauloise 2011 La Mort de Danton (Danton death) 2016 Vers la Tendresse (Towards tenderness) · La Permanence (On Call) 2020 Nous (We)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2021

Termine

So 13.06. 22:15

ARTE Sommerkino Kulturforum

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Fr 18.06. 22:00

Freiluftkino vom Filmrauschpalast

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So 20.06. 22:00

Freiluftkino Museumsinsel

Gewinner Berlinale Dokumentarfilmpreis

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