Days of Cannibalism

In seinen hybriden Dokumentarfilmen lotet Teboho Edkins die Genres des Kinos aus. Seine „kontrollierte“ oder „inszenierte“ Realität ist oft gedreht und geschnitten wie im Spielfilm, in seiner Kameraarbeit zeigt er Gespür für absurde Situationen. Nach einer Serie dokumentarischer Gangsterfilme über Südafrika hat er sich nun den kargen Canyons des Distrikts Thaba-Tseka im spärlich besiedelten Osten Lesothos zugewandt, die an das „weite Land“ klassischer US-Western erinnern. Die Landschaft spiegelt die Konflikte zwischen den Pionier*innen einer neuen, kapitalistischen Ordnung – ambitionierte chinesische Händler*innen, die fern der Heimat auf ihre große Chance hoffen – und den Basotho, die ihre Tradition als Viehzüchter pflegen und für die Kühe „Götter mit feuchten Nasen“ sind. Ehemalige Bergleute hoffen zumindest auf schlecht bezahlte Jobs bei chinesischen Unternehmern, um nicht straffällig werden zu müssen. Sprachverwirrung offenbart tieferliegende Verständnisprobleme. Wie so oft geht es um Fragen der Assimilation und um die Bedeutung alter Regeln unter neuen Bedingungen. Globalisierung unter der Lupe.
von Teboho Edkins Frankreich / Südafrika / Niederlande 2020 Sesotho,  Mandarin,  Englisch,  Untertitel: Englisch 78’ Farbe Weltpremiere Dokumentarische Form

Stab

Regie, BuchTeboho Edkins
KameraSamuel Lahu
MontageLaurence Manheimer, Cédric Le Floc'h
Sound DesignJaim Sahuleka
Produzent*inJanja Kralj
Co-Produzent*innenDon Edkins, Derk-Jan Warrink, Koji Nelissen
Co-ProduktionDays Zero Films, Kapstadt
Keplerfilm, Amsterdam

Produktion

KinoElektron

Paris, Frankreich

www.kinoelektron.com www.kinoelektron.com

Weltvertrieb

Indie Sales

Paris, Frankreich

+33 144 830227

indiesales.eu indiesales.eu

Teboho Edkins

Geboren 1980 in Tennessee, USA, aufgewachsen in Lesotho und Südfrika, lebt heute in Kapstadt und Berlin. Er studierte Fotografie und Bildende Kunst an der Michaelis School of Fine Art in Kapstadt und am Le Fresnoy im französischen Tourcoing. Anschließend besuchte er die Deutsche Film- und Fernsehakademie in Berlin (DFFB). Seine Filme wurden auf über 400 Festivals sowie im Rahmen von Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt, darunter im Centre Pompidou, in der Tate Modern und im Haus der Kulturen der Welt. 2015 war er mit Coming of Age zu Gast bei Generation.

Filmografie

2004 Ask Me I'm Positive; Dokumentarfilm 2005 Looking Good; Dokumentarfilm · True Love; Kurzfilm 2007 Gangster Project 1; Kurzfilm 2008 Kinshasa 2.0; Kurzfilm 2011 Thato; Kurzfilm · Gangster Project; Dokumentarfilm 2013 Gangster Backstage; Kurzfilm 2015 Coming of Age; Dokumentarfilm, Generation 2016 Initiation; Kurzfilm 2017 I am Sheriff; Kurzfilm 2020 Days of Cannibalism; Dokumentarfilm

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2020

Termine

Sa 22.02. 16:30

International

Ticketcode 220331

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So 23.02. 16:15

Cubix 7

Ticketcode 230873

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Mo 24.02. 13:30

CinemaxX 6

Ticketcode 240071

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Di 25.02. 14:00

HAU Hebbel am Ufer (HAU1)

Berlinale Talents

Ticketcode 250932

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Fr 28.02. 19:15

Cubix 7

Ticketcode 280875

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