Berlinale Programm
Auf dieser Seite finden Sie alle bereits verkündeten Titel im Programm der 76. Berlinale. Weitere Titel werden sukzessive bekannt gegeben.
Das gesamte Programm – inklusive Spielzeiten und -orten – wird am 3. Februar 2026 an dieser Stelle veröffentlicht.
Lemmy Caution, Westagent in der DDR, wird auf einer Reise durch das sich auflösende Land von Gespenstern der deutschen Vergangenheit heimgesucht. Eine vielschichtige Ton- und Bildcollage unter Verwendung zahlreicher deutscher Filmklassiker.
Ein Schwarzer Fernsehautor möchte unbedingt gefeuert werden, doch sein Konzept einer umgekehrten Minstrel-Show wird ein großer Publikumserfolg. Mit seiner Mediensatire klagt Spike Lee einen der US-amerikanischen Populärkultur immanenten Rassismus an.
Die Weichen werden neu gestellt: Beobachtungen und Interviews mit Grenzbeamt*innen und Pendler*innen am Bahnhof Friedrichstraße im noch frischen Jahr 1990, als die Grenze zwischen Ost und West immer durchlässiger und dort bereits sukzessive abgebaut wird.
Ein Klassiker des New Black Cinema: In einem denkbar ungünstigen, von Drogen, Raubüberfällen und Schießereien geprägten Umfeld entwickelt ein Jugendlicher eine starke Persönlichkeit, was ihn davor bewahrt, selbst in die Kriminalität abzurutschen.
Psychogramm eines ordnungsfanatischen Borderliners: Ein ehemaliger Grenzer der DDR kann sich mit deren Ende nicht abfinden. Weiterhin „Dienst“ tuend, beschwört der verwitwete Eigenbrötler am stillgelegten Grenzkontrollpunkt Drewitz eine Tragödie herauf.
Dokumentarfilm über eine Reise von West nach Ost, aus dem sommerlichen Deutschland ins winterlich verschneite Moskau. Ein Roadmovie der Stillleben: Ohne Erzählstimme erforscht die Kamera die Landschaften und die Gesichter der Menschen, die in ihnen leben.
Beobachtungen unter Gläubigen und religiösen Scharlatanen in Sibirien nach Auflösung der Sowjetunion. Ein faszinierter Werner Herzog trifft auf spirituelle Ergriffenheit und authentische Ekstatiker, doch auch fragwürdige Gesundbeter und Wunderheiler.
Nach dem Abzug der Roten Armee aus der DDR irrt ein zurückgelassener russischer Major durch Berlin, das er als absurdes Theater erlebt. Eine mit vielen dokumentarischen Aufnahmen und historischem Archivmaterial gespickte post-sozialistische Satire.
Bürgerinnen und Bürger der DDR berichten über ihre Erfahrungen und Empfindungen angesichts der Zukunft ihres Landes als „Beitrittsgebiet“ nach der anstehenden Volkskammerwahl. Trauer, Frust, Empörung prägen den Blick zurück, Ungewissheiten den nach vorn.
Betörend inszeniert und gleichzeitig dokumentarisch: Von einer Nomaden-Prinzessin in die mongolische Steppe entführt, kommen vier allein reisende Frauen aus Westeuropa und den USA in engen Kontakt mit der Kultur des „gastfreundlichsten Volkes der Welt“.
Das Regiedebüt des Spike-Lee-Kameramanns Ernest R. Dickerson. Ein auch mit den Rap-Stars Tupac Shakur und Queen Latifah besetztes Drama um vier Schwarze Jungs in Harlem. Quincy möchte ein erfolgreicher DJ werden, sein Kumpel Bishop ein reicher Gangster.
Ein ebenso sinnliches wie übersinnliches Drama: Weronika, eine junge Sängerin in Polen, fühlt sich einer Doppelgängerin in Frankreich eng verbunden. Sie entwickelt nach Weronikas Tod ebenso ein unerklärliches Gespür für diese mystische Beziehung.
Binnen 20 Minuten muss Lola 100.000 Mark besorgen, sonst killt ein Gangster ihren Freund. In drei Durchläufen entwirft der Film drei mögliche Lösungswege für ihr Problem. Ein Flash-Forward-Fotoroman, eine postmoderne Bricolage als filmischer Loop.
Lola ist Teil der „Gastarbeiterinnen“, einer Truppe türkischer Drag Queens mit triumphalen Auftritten. Der schwule kleine Bruder Murat hingegen steht noch am Anfang seiner Identitätssuche. Ein intensives Familiendrama aus dem „anatolischen“ Kreuzberg.
Tabubrechender Filmbrief über Leben und Nöte der Frauen in der zerfallenden Sowjetunion, 1990/91 gedreht in Belarus, Tadschikistan, Ukraine und Sibirien. Interviews und Beobachtungen belegen Ausbeutung und Unterdrückung als konstante patriarchale Doktrin.