Berlinale: Pressevorführungen


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Apatride

Stateless

Sie wirken fehl am Platz, dort in den sonnigen Dünen. Wie sie, von einem Soldaten bewacht, gleichmütig im Wind wehen. Für Hénia sind die beiden Flaggen, die die Grenze zwischen Marokko und Algerien markieren, lebensbestimmend geworden: 1975 wurden sie und ihr Vater aus Algerien ausgewiesen, zusammen mit 45.000 anderen marokkanischen Familien. Die algerische Mutter blieb auf der anderen Seite der Grenze, der Vater starb schon bald. Inzwischen eine erwachsene Frau, versucht Hénia noch immer zurückzukommen. Doch mit dem Vater verschwanden ihre Papiere.
So schaut Hénia täglich von ihrem Haus am Strand auf die andere Seite, während die Vögel vorbeiziehen, als gäbe es keine Absperrungen, und die Grenzsoldaten der beiden Nationen, die sie schon kannte, als sie alle noch Jugendliche waren, brüderliche Lieder durch den Zaun singen.
Die Aussicht auf einen Ausweis lässt sie schließlich der Heirat mit einem alten Witwer zustimmen, doch wieder ist sie Spielball fremder Interessen. Hénia muss ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Ein leiser, sinnlicher Film, der vor einer berückenden Kulisse von den Auswirkungen eines historischen Ereignisses erzählt, das noch immer nicht aufgearbeitet ist.

von
Narjiss Nejjar

Marokko / Frankreich / Katar 2018

Arabisch, Französisch

94 Min · Farbe & Schwarz-Weiß

Weltpremiere

Mit

El Ghalia Ben Zaouia (Hénia)
Avishay Benazra (Sohn)
Aziz Fadili (Vater)
Nadia Niazi (Tante)
Mohamed Nadif (Cousin)
Julie Gayet (Schwiegertochter)
Zakaria Atifi (Beamter)
Kenza Es-Safi (Hénia, Kind)
Idriss Dahman (Houary)
Mohamed El Hachmy (Seemann)

Stab

Regie, Buch
Narjiss Nejjar
Kamera
Stéphane Vallée
Montage
Marie-Pierre Renaud
Sound Design
Ferdinand Bouchara
Ton
Patrice Mendez, Jamal Quandil
Production Design
Lamia Chraïbi
Produzentinnen und Produzenten
Lamia Chraïbi, LaProd & Moon a Deal Films, Michel Merkt

Biografie

Narjiss Nejjar

Geboren 1971 in Tanger, Marokko. 1994 drehte sie ihren ersten Dokumentarfilm, 1999 erschien ihr Roman "Cahiers d’Empreintes". Nach einer Kurzfilmtrilogie drehte Narjiss Nejjar 2003 ihren ersten Spielfilm Les Yeux secs. Nejjar lebt als Filmemacherin und Drehbuchautorin in Rabat, Marokko.

Filmografie

1994 L’Exigence de la dignité (The Demand for Dignity); 27 Min. 1996 Khaddouj, mémoire de Targha (Khaddouj, Memory of Targha); 26 Min. 1999 La Parabole (The Parabola); 63 Min. 2000 Le Septième Ciel (The Seventh Sky); 35 Min. 2002 Le Miroir du fou (The Lunatic’s Mirror); 39 Min. · Les Yeux secs (Cry No More); 116 Min. 2005 Wake up Morocco; 110 Min. 2008 Terminus des anges (Angels’ Terminal); 86 Min., Co-Regie: Mohamed Mouftakir und Hicham Lasri 2011 L’Amante du Rif (The Rif Lover); 90 Min. 2018 Apatride (Stateless)

Produktion

LaProd
Casablanca, Marokko
+212 6 61233993

Moon a Deal Films
Paris, Frankreich
+33 6 70281161

Termine

  • Fr, 16.02. 19:30
    CinemaxX 6 (E)
    Pressevorführung
  • Sa, 17.02. 21:30
    Delphi Filmpalast (E)
    Öffentliche Vorführung
  • So, 18.02. 11:00
    CineStar 8 (E)
    Öffentliche Vorführung
  • Mo, 19.02. 20:00
    Colosseum 1 (E)
    Öffentliche Vorführung
  • So, 25.02. 20:00
    Cubix 9 (E)
    Öffentliche Vorführung

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