Berlinale: Pressevorführungen


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Die junge Kindergärtnerin Aoi, die von ihrem Verlobten verlassen wird. Ihre Freundin Michiko, die in einem Callcenter arbeitet, "viel Freizeit, aber wenig Freiheiten" hat und mit ihrem Mann (von traurigen Blowjobs abgesehen) nicht mehr interagiert. Ihr attraktiver Tennislehrer Masaki, mit dem sie eine Affäre pflegt, die auf Parkplätzen im Auto ausgelebt werden muss. Und dessen Freund K., ein selbsternanntes Genie mit autoritären Tendenzen. Vier Menschen in der Großstadt Tokio, die ein Faible für Musik eint. Das Schicksal bringt sie in einem verlassenen Warenhaus im Nirgendwo zusammen, um in einem improvisierten Tonstudio an experimentellen Klängen zu feilen. Doch nicht das Werk, sondern der Weg ist das Ziel, und der sieht vor, die eigenen psychischen Defekte kreativ zu verarbeiten und sich an denen der anderen zu reiben.
Präzise seziert Kohki Yoshida in seinem vierten Spielfilm die Mechanismen der Schaffenskraft: persönliche Frustrationen, Eitelkeiten, Profilneurosen. Warum, fragt er, ist der gemeinschaftliche kreative Prozess mit so viel Schmerz verbunden? Elegant und scharfsinnig zeigt er in Mittsu no hikari, wie aus Verletzungen Ambitionen entstehen – und aus Ambitionen Verletzungen.

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