Berlinale: Pressevorführungen


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Eine Stadt im südlichen China, eine Tasche mit einer Million Yuan, die Menschen mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund und jeweils eigenen Motiven in einen blutigen Konflikt reißt. Philosophierende Gangsterbosse, in die Jahre gekommenen Auftragsmörder, vom Überlebenskampf ermüdete Männer und Frauen – wer immer die Tasche gerade in der Hand hat, hält sie fest umklammert, als sei sie der letzte Halt. Hao ji le ist eine schwarze Komödie, deren abgründiger und lakonischer Humor wie ein Vergrößerungsglas für Lebensgefühle und gesellschaftliche Zustände wirkt. Die zeitlose Gier des Menschen und die Gegenwart eines zutiefst verunsicherten Landes im Wandel treffen aufeinander. Der reduzierte Realismus der animierten Bildtableaus überhöht und stilisiert die Stimmung zwischen Stillstand und Aufbruch im heutigen China. Seltsam verloren wandeln die Teilnehmer dieses makaberen Reigens durch präzise gezeichnete Stadtlandschaften, deren Erscheinungsbild sich radikal verändert hat. Die Zeichen und Symbole des Kapitalismus drängen sich auf, doch das Leben, das sie versprechen, bleibt den meisten verschlossen. Und noch immer ziert Mao Zedong die Banknoten.

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