Berlinale: Pressevorführungen


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Philippe Mars möchte es allen recht machen. Er möchte ein guter Vater sein, ein freundlicher Exehemann, hilfsbereiter Kollege und verständnisvoller Bruder. Nur leider gerät seine kleine Welt aus der von ihm gewünschten Umlaufbahn. Sein Sohn wird zum Hardcore-Vegetarier, die Tochter eine zwanghafte Streberin, während seine Schwester übergroße Gemälde von ihren nackten Eltern ausstellt. Im Büro sieht er sich mit den Amokläufen seines psychisch angeschlagenen Kollegen Jerôme konfrontiert, der eines Nachts vor seiner Tür steht, im Schlepptau eine gerade aus der Klinik entlassene junge Frau.
Regisseur Dominik Moll (Harry meint es gut mit dir, 2000; Lemminge, 2005) beweist präzisen Sinn für schwarzen Humor, der von nichts und niemandem haltmacht – und die surrealen Aspekte unseres Daseins manchmal auch mit Gewalt zum Vorschein bringt. Seine anarchistische Attacke gilt einer Welt, die heil scheint, es aber nie war. In diesem etwas anderen Familienfilm sieht sich ein Vater plötzlich mit Realitäten konfrontiert, die ihn herausfordern und denen er sich zunächst missmutig, aber dann immer bereitwilliger stellt und dabei seine Familie neu findet.

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