Berlinale: Pressevorführungen


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Die Kinogeschichte hat sie immer wieder hervorgebracht: Filme, die das Filmemachen selbst thematisieren. Was aber, wenn sich der Regisseur nach eigenem Belieben zu- und wieder wegschaltet? Wenn er die Regie per Skype führt? Jedenfalls ist das Erstaunen groß, als die Crew in Seoul am ersten Drehtag von E J-yongs neuem Film mitgeteilt bekommt, dass sich ihr Regisseur in Los Angeles befindet. Über einen großen Bildschirm begrüßt er die Truppe, und schon beginnen die ersten Kostümproben, wird das Licht aufgebaut, geht die Kamera in Position.
E J-yong setzt das Spiel-im-Spiel-Motiv seines Mockumentarys The Actresses (Panorama 2010) auf ebenso ironische wie hintersinnige Weise fort. Wieder versammeln sich Stars des koreanisches Kinos und spielen sich selbst, beim Warten auf Regieanweisungen, beim Klatsch über Kollegen und beim Reflektieren ihrer Arbeit. Natürlich gibt es auch eine Film-im-Film-Handlung, und plötzlich steht die Frage im Raum, wo die Realität aufhört und die Fiktion beginnt. Grinsend blickt E J-yong vom Bildschirm hinab auf sein Team und vielleicht auch auf den Zuschauer. Aus der Ferne zugeschaltet, scheint er unser aller Suche nach Antworten zu beobachten.

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