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13.04.2017:
Die Berlinale trauert um Michael Ballhaus

Michael Ballhaus 1990

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin trauern um den visionären Director of Photography Michael Ballhaus, der am 12. April verstorben ist.

Seit vielen Jahren fühlten sich die Internationalen Filmfestspiele Berlin Michael Ballhaus als Festivalgast und Präsidenten der Internationalen Jury 1990 in besonderer Weise verbunden und ehrten ihn bei der Berlinale 2016 mit einer Hommage und dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk.

Michael Ballhaus war international einer der bedeutendsten Kamera-männer. Nach Anfängen als Bühnenfotograf und Kameramann für das Fernsehen machte er sich zunächst im deutschen Kino einen Namen, bevor er 25 Jahre lang in den USA Erfolge feierte. In der Zusammenarbeit beispielsweise mit dem Autorenfilmer Rainer Werner Fassbinder verhalf er dem Jungen deutschen Film zu künstlerischer Freiheit. An der Seite von Regiegrößen wie Martin Scorsese prägte er die Bildsprache des amerikanischen Kinos und dessen Lichtdramaturgie. Insgesamt umfasst sein Werk rund 130 Filme für Kino und Fernsehen, darunter allein 15 Filme mit Fassbinder und sieben mit Scorsese sowie die Zusammenarbeit unter anderem mit den Regisseuren Peter Lilienthal, Wolfgang Petersen, Volker Schlöndorff, John Sayles, Robert Redford, James L. Brooks, Paul Newman, Mike Nichols oder Francis Ford Coppola.

„Michael Ballhaus war ein Kameramann, der seinen Regisseuren ein kongenialer Partner war und dessen Œuvre einzigartig ist. Er war ein großer Künstler, ein wunderbarer Mensch und langjähriger Freund“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.



Presseabteilung
13. April 2017

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