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Pressemitteilungen 68. Berlinale

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16.04.2018:
Die Berlinale trauert um Miloš Forman und Vittorio Taviani

Miloš Forman

In den vergangenen Tagen sind die renommierten und zahlreich ausgezeichneten Regisseure Miloš Forman und Vittorio Taviani verstorben. Die Internationalen Filmfestspiele Berlin trauern um diese großen Filmpersönlichkeiten, denen sie sich durch mehrere Filmpräsentationen beim Festival in besonderer Weise verbunden fühlen:

Der zweifache Oscar-Preisträger Miloš Forman war seit 1997 mit vier Filmen im Berlinale–Programm zu Gast. 1997 gewann Larry Flynt – Die nackte Wahrheit den Goldenen Bären, im Jahr 2000 erhielt Forman den Silbernen Bären Beste Regie für Man on the Moon. 2002 zeigte die Berlinale Amadeus - Director’s Cut als Gala-Vorstellung und präsentierte in der Retrospektive Formans Regie-Debüt Der schwarze Peter von 1963.

Vittorio Taviani

Der italienische Regisseur Vittorio Taviani hat rund 50 Jahre gemeinsam mit seinem Bruder Paolo Taviani Filme gemacht. Das Regie-Duo wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet und war mit drei Filmen bei der Berlinale vertreten. 2002 zeigte die Retrospektive den ersten gemeinsamen Film der Brüder, Die Subversiven, von 1967. 2007 folgte im Berlinale Special das Drama Das Haus der Lerchen. Zuletzt waren die Taviani-Brüder 2012 im Wettbewerb mit Caesar Must Die, der mit dem Goldenen Bär für den Besten Film ausgezeichnet wurde.

„Die Filmwelt hat zwei große und engagierte Filmemacher verloren. Miloš Forman und Vittorio Taviani haben sich beide auf jeweils ganz eigene Weise mit politischen und sozialen Fragen auseinandergesetzt. Ihr filmisches Werk hat das Kino geprägt und das Weltkino bereichert. Wir trauern um zwei außergewöhnliche Goldene Bären-Gewinner“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.



Presseabteilung
16. April 2018