Berlinale: Retrospektive, Berlinale Classics & Hommage


Retrospektive, Berlinale Classics
& Hommage

Die Retrospektive ist das filmhistorische Programm der Berlinale. In den Berlinale Classics feiern digital restaurierte Filmklassiker und Wiederentdeckungen ihre Erstaufführung. Mit der Hommage und dem Goldenen Ehrenbären wird zudem eine große Persönlichkeit des Films für ihr Lebenswerk geehrt.

Die von der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen kuratierte Retrospektive bringt Werke der internationalen Filmgeschichte zurück auf die große Leinwand. Auf der Grundlage umfassender Recherchen ausgewählt, besticht das Filmprogramm mit kinematografischen Wiederentdeckungen sowie mit hochwertigen Filmkopien und digitalen Vorführformaten. Die Themen der Retrospektive widmen sich zentralen Perioden der Filmgeschichte ebenso wie filmästhetischen oder filmtechnischen Aspekten und einzelnen Genres.

In der Begegnung mit Werken der Filmgeschichte erlebt das Publikum den sich stetig vollziehenden Wandel filmischer Erzählweisen und Ästhetiken. Prominente Vertreter*innen des aktuellen Filmschaffens, Restaurator*innen und Kurator*innen präsentieren die Filme und informieren über filmhistorische Hintergründe. Begleitend erscheint alljährlich eine umfangreiche Publikation, die das Sujet vertieft, von verschiedenen Seiten beleuchtet und filmhistorisch einordnet.

Berlinale Classics 2017: Terminator 2: Judgment Day 3D

Die Präsentationen der Berlinale Classics erweitern seit 2013 die Retrospektive. Angesichts einer wachsenden Anzahl hochwertiger Restaurierungen und Rekonstruktionen, für die neue Möglichkeiten der digitalen Bearbeitung genutzt werden, bieten die Berlinale Classics ein Forum für Erstaufführungen in diesem Bereich. Gezeigt werden aktuelle Restaurierungen von Filmklassikern sowie wiederentdeckte Filme in brillanter Bild- und Tonqualität. Die Filme werden in der Regel von einem prominenten Gast des Festivals oder von den Restaurator*innen vorgestellt.

Mit der Hommage werden seit 1977 herausragende Persönlichkeiten des internationalen Films gewürdigt. In einer Filmreihe sind jeweils deren wichtigste Werke zu sehen. Die Verleihung des Goldenen Ehrenbären für das Lebenswerk im Rahmen einer Galaveranstaltung für den anwesenden Ehrengast bildet einen der Höhepunkte der Berlinale. Die Internationalen Filmfestspiele Berlin und die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen bereiten die Hommage gemeinsam vor

Die Berlinale zeigt als weltweit einziges A-Festival seit ihrer Gründung 1951 eine umfangreiche filmhistorische Retrospektive. Diese besondere Verpflichtung gegenüber dem internationalen Filmerbe führte 1977 zu einer Partnerschaft mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, die seither für die inhaltliche Gestaltung verantwortlich zeichnet und Retrospektive und Hommage in enger Kooperation mit den Filmfestspielen kuratiert und organisiert. Zu den bisher im Rahmen der Retrospektive gewürdigten Regisseuren zählen u. a. Fritz Lang, Friedrich Wilhelm Murnau, Luis Buñuel, Ernst Lubitsch und Ingmar Bergman. Weitere Themen waren filmgeschichtlich bedeutende Perioden wie die des Weimarer Kinos oder des New Hollywood, aber auch für die ästhetische und technische Entwicklung des Kinos wesentliche Neuerungen (Ästhetik der Schatten, Glorious Technicolor).

Seit 2013 erweitern die Berlinale Classics die Retrospektive. Sie bieten angesichts einer wachsenden Anzahl hochwertiger Restaurierungen und Rekonstruktionen, für die neue Möglichkeiten der digitalen Bearbeitung genutzt werden, ein Forum für Erstaufführungen restaurierter Filmklassiker sowie wiederentdeckter Filme in brillanter Bild- und Tonqualität.

Der Preisträger 2018: Willem Dafoe

Die Verleihung des Goldenen Ehrenbären für das Lebenswerk eines Filmschaffenden wird im Rahmen der Hommage von einer Filmreihe mit den wichtigsten Werken des Preisträgers begleitet. Zwischen 1977 und 2008 ging der Ehrenbär an Regiegrößen wie Hal Roach, Fred Zinneman, Arthur Penn und Francesco Rosi oder an Schauspielstars wie James Stewart, Gregory Peck, Sophia Loren, Catherine Deneuve und Jeanne Moreau. Ab 2009 gelangten mit der Auszeichnung des französischen Filmkomponisten Maurice Jarre (2009), des Kameramanns Michael Ballhaus (2016) und der Kostümbildnerin Milena Canonero (2017) auch weitere filmische Gewerke in den Fokus.