Berlinale

Post Mortem

Synopsis
Mario, 55, arbeitet in einem Leichenhaus und erstellt die Autopsieberichte. 1973, inmitten des chilenischen Putsches, träumt er von seiner Nachbarin Nancy, einer Kabarett-Tänzerin, die am 11. September unter mysteriösen Umständen verschwindet. Nach einer gewaltsamen Razzia in ihrem Zuhause durch die Armee hört er von der Festnahme ihres Bruders und Vaters, letzterer ein prominenter Kommunist und Anhänger Salvador Allendes. Leidenschaftlich besorgt um seine heimliche Auserwählte macht sich Mario auf die verzweifelte Suche nach Nancy.

Director’s note
„In die Vergangenheit zu gehen. Den Vorfall zu rekonstruieren. Noch einmal das zu erleben, was erlebt wurde. Etwas erneut zu denken, was bereits gedacht wurde. In der Vergangenheit die Bedeutung des Heute erkennen." Post Mortem reagiert auf die Notwendigkeit, eine Untersuchung fortzuführen, die ich mit Tony Manero begonnen habe. Ich glaube, ich habe eine Herangehensweise gefunden, mit der ich mich menschlichen und filmischen Fragen nähern kann und die meine Landsleute sowie das ausländische Publikum berührt. Obwohl Tony Manero und Post Mortem sehr verschiedene Filme sind - beide gründen auf gegensätzlichen narrativen und audiovisuellen Verfahren - teilen beide dieselbe menschliche und ethische Perspektive. Es sind Geschichten von kleinen Männern und ihren belanglosen Konflikten, eingebettet in die großen Augenblicke der neueren Geschichte Chiles.


Weltpremiere
Venice International Film Festival 2010, Competition

Festivals und Preise (Auswahl)
FIPRESCI Award 2010
Silver Coral for Best Film 2010, Best Actor Award, Best Actress Award, Best Script Award, Havana International Film Festival 2010
Golden India Catalina for Best Film, Cartagena International Film Festival 2011
Best Cinematography, Lima International Film Festival 2011
Jury Award, Los Angeles Latino Film Festival 2011

Chile 2010
Regie: Pablo Larraín
Produktion: Fabula (Chile), Canana (Mexiko), Autentika Films (Deutschland)
Deutscher WCF-Partner: Autentika Films
Weltvertrieb: Funny Ballons (Frankreich)

Gefördert in der WCF-Jurysitzung im Juni 2009
Fördersumme: 50.000 €