Berlinale

Paintings in the Dark (Cuadros en la oscuridad)

Synopsis
Marcos ist ein 65-jähriger ausgestoßener Maler, der sich während der letzten Militärdiktatur verstecken musste. Marcos stirbt ubekannt, doch sein Vermächtnis ist nicht verloren. Ein junger Dieb und ein Gemüsehändler entdecken in seinen Bildern eine Kostbarkeit, die ihrem Leben eine neue Bedeutung gibt.

Director´s note
Diese Geschichte ist vom Leben meiner Mutter und meines Vaters inspiriert. Genoveva Edelstein und Armando Markovitch die inmitten der absoluten politischen und wirtschaftlichen Marginalisierung lebten und malten. Sie haben ihre Arbeiten zu Lebzeiten nie ausgestellt. Warum? Die weit verbreitete wirtschaftliche Krise machte es nahezu unmöglich. Mein Vater hat für fast 20 Jahre an einer Tankstelle gearbeitet und meine Mutter gab Kindern in der benachteiligten Nachbarschaft, in der wir lebten, Kunstunterricht. Außerdem waren meine Eltern, wie die meisten Künstler und Intellektuelle, gezwungen sich zu verstecken. Viele Freunde und Familienmitglieder wurden ermordet. Das Militär hat nicht nur Menschen umgebracht, sondern ebenso Träume, Kreativität und Hoffnung ausgelöscht. Möglicherweise waren meine Eltern an die Einsamkeit und Anonymität gewöhnt. Nichtsdestotrotz, haben sie, selbst in Isolation, immer gemalt. Der Gedanke an meine Eltern, erinnert mich an die neugierige und unverwüstliche Natur des künstlerischen Triebes. Es scheint als hätte die Menschen der Drang zum kreativen Ausdruck nie verlassen, egal zu welcher Zeit oder unter welchen Umständen.

Argentinien
Regie: Paula Markovitch
Produktion: Rizona (Argentinien)
Europäischer WCF-Partner: Staron Films (Polen)
Weltvertrieb: tbc

Gefördert in der WCF-Jurysitzung im November 2015
Fördersumme: 45.000 €