Berlinale

Mohammad Saved from the Waters (Mohammad sauvé des eaux)

Synopsis
Mein Bruder Fathy lebte sein ganzes Leben am Ufer des Nils. Er war ebenso krank wie dessen verschmutztes Wasser. Er litt unter chronischem Nierenleiden und starb daran. Der Film erzählt seine Lebensgeschichte, einschließlich der Zeit danach. Er handelt vom Verhältnis zum Körper, zu Tradition, Religion, Familie, Heilung und Überleben im Kontext des revolutionären Ägyptens. Eine Revolution, in der es genau um den Respekt der menschlichen Würde und des Körpers geht.

Director’s note
Mein Bruder Mohammad Fathy Hussein lebte in Oberägypten. Wegen der schlechten Wasserqualität litt er an einem schweren Nierenleiden. Ägypten, das man auch das „Geschenk des Nils" nennt, ist nunmehr das Geschenk eines kranken Flusses. Mohammads Geschichte veranschaulicht zudem eines der großen Themen unserer Zeit: Bioethik. Die Idee zum Film entsprang der Hilflosigkeit, die ich beim Anblick meines dahinsiechenden Bruders empfand, nachdem er sich weigerte, sich einer Nierentransplantation zu unterziehen. Der Film zeigt die Dynamik einer ägyptischen Familie, die von diesen kollektiven Themen betroffen ist und versucht, den Jüngsten und von uns am meisten Geliebten vor dem Tod in den körpereigenen Wassern zu bewahren.


World premiere
Abu Dhabi Film Festival 2012

Key festivals and awards
Abu Dhabi Film Festival 2012
Dok Leipzig 2013
Al Jazeera Documentary Prize, Ismailia International Film Festival 2013
Etáts généraux du film documentaire 2013
Cinemed 2013

Ägypten 2012
Regie: Safaa Fathy
Produzent: TS Productions (Frankreich), ZERO Productions (Ägypten), Docdays Productions (Deutschland)
Deutscher WCF-Partner: Docdays Productions

Gefördert in der WCF-Jurysitzung im Juli 2012
Fördersumme: 30.000 €