Berlinale

Los Perros

Synopsis
Mariana, eine 40-jährige Chilenin, ist gefangen in der Rolle einer gutbürgerlichen Ehefrau, die ihr Vater und Ehemann für sie geschaffen haben. Befreiung findet sie ausgerechnet in Juan, ihrem 70-jährigen Reittrainer, der jedoch eine zweifelhafte Vergangenheit besitzt.

Director’s Note
Zu dem Zeitpunkt als ich den früheren General Juan Morales Salgado getroffen habe, wurde die Idee für Los Perros geboren. Unsere Liebe zu Pferden verband uns und war für mich der einzige mögliche Anknüpfungspunkt um mehr über seine zweifelhafte Vergangenheit zu erfahren. Er war Leiter des Hauptquartiers zur Unterdrückung des Widerstands Simon Bolivar, aus dem Hunderte von Menschen verschwunden sind. 2011 wurde er schließlich verurteilt.
Los Perros ist die Geschichte von der 40-jährigen Mariana, einer gutbürgerlichen Ehefrau, die verliebt ist in ihr Leiden und gleichzeitig davon träumt, ihrem Leid zu entkommen – und sich dennoch davor fürchtet. Von diesem Gesichtspunkt aus ist der Weg von Mariana keinesfalls eine Befreiungsgeschichte, sondern eher ein realistisches Protokoll über die Schwierigkeiten, sich von seinen eigenen Fesseln loszumachen.
Ihre Entscheidung, sich auf die Seite des Oberstleutnants zu schlagen, wird verurteilt, weil sie dadurch die kollektive Verantwortung vor der Individuellen in Frage stellt.

Chile
Regie: Marcela Said
Produktion: Cinema Defacto (Frankreich), Jirafa Films (Chile), Rei Cine (Argentinien), T erratreme Films (Portugal), Augenschein Filmproduktion (Deutschland)
Europäischer WCF-Partner: Cinema Defacto (Frankreich)
Weltvertrieb: tbc

Gefördert in der WCF-Jurysitzung im Juli 2016
Fördersumme: 50.000 €